Google startet Fahrerdienst mit Roboterautos

Die Roboter-Auto-Flotten sollen zunächst nur auf Firmengeländen, Militärstützpunkten oder Uni-Campussen verkehren. Der Fahrdienst soll eine weitere Tochter des neu gegründeten Mutterkonzerns Alphabet werden.

Google macht mit seinen fahrerlosen Autos ernst: Statt sie als Privatwagen verkaufen, gründet der IT-Riese einen eigenen Taxi-Dienst. Die Roboter-Autos sollen Fahrdienste für private Unternehmen übernehmen. Nun hat Google offenbar vor, seine selbstlenkenden Fahrzeuge in eine eigenständige Firma auszugliedern. Die Sparte wäre damit eine weitere Tochter des neu gegründeten Mutterkonzerns Alphabet. Die autonomen Taxiflotten sollen jedoch nicht gleich auf öffentlichen Straßen, sondern zunächst nur auf Firmengeländen, Militärstützpunkten oder Uni-Campussen verkehren, berichtet Bloomberg.

Schon im Februar wurde über einen Roboter-Fahrdienst spekuliert. Da Google immer wieder betont, keine eigenen Autos für den Verkauf bauen zu wollen, waren verschiedene Anwendungen für die fahrerlose Auto-Software im Umlauf, etwa als eine Art Betriebssystem für fahrerlose Autos anderer Marken.

Google wäre damit eine weitere Konkurrenz auf dem Taxi-Markt, der durch den Fahrdienst Uber bereits  stark im Umbruch ist. Die Fahrer der neuen Amateur-Dienste führen derzeit einen Arbeitskampf um als vollwertige Angestellte anerkannt zu werden, die Fahrdienste lehnen dies ab.  Der Preis um Löhne und Sozialleistungen könnte eine neue Qualität erreichen, wenn Google seine Arbeitskosten auf Null senkt da es schwer für die Fahrer wird, preislich mit den Roboter-Taxis zu konkurrieren, an deren Entwicklung auch Uber selbst bereits arbeitet.

Google und Alphabet-Mitbegründer Sergey Brin sagte bereits im September, dass selbstfahrende Autos zunächst in Form einer Dienstleistung in Erscheinung treten könnten, so dass eine Menge Leute die Technologie ausprobieren könnten und das Fahrzeug jeden Tag wieder zu Google zurück kommt,  so dass der Konzern die Maschinen unter Kontrolle behält und täglich aktualisieren kann, so Bloomberg.

Neben dem Angebot des Fahrservices wird Google demnach bald versuchen, daraus Kapital zu schlagen, etwa in Form von Werbung, so der Analyst Mark Boyadjis, gegenüber Bloomberg. Zunächst könne das Unternehmen die gleichen Anzeigen in selbstfahrenden Autos schalten, die auf der Google-Suchmaschine erscheinen. Zweitens könne es durch Lizenzvereinbarungen verdienen, die traditionellen Automobilhersteller ermöglichen sich an dem Fahrdienst und andere selbstfahrenden Dienstleistungen zu beteiligen. Das stelle die Automobilhersteller vor einer schwierige Wahl, so Boyadjis: „Es gibt Gründe, um mit Google arbeiten zu wollen und auch Gründe, um sie aus dem Mix heraus zu halten. Wenn die Autohersteller nicht aufpassen, werden die Kunden kein Lexus-Fahrerlebnis mehr haben, sondern ein Google-Erlebnis.“

Taxi-Flotten autonomer Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb sind Berkeley-Forschern zufolge die beste Chance, den weltweiten Verkehr umweltfreundlicher und günstiger zu machen. Im Vergleich zu heutigem Verkehr könnten sie demnach den CO2-Ausstoß um 90 Prozent reduzieren.

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  1. Zinot sagt:

    Nicht nur alle Taxifahrer und Taxizentralen werden arbeitslos!
    Auch die Ueber Fahrer, Mietwagenfahrer, Busfahrer, usw.
    Den Roboter-Autos sind viel billiger als Lohnkosten für Fahrer jeder Art!
    Unternehmer mit menschlichen Fahrer werden unterboten und gehen pleite!
    Oder die investieren auch in selbst fahrende Autos…
    Bwevorzugt mit Elektro- Antrieb, und die Sprit- Steuer auch einzusparen.
    Die Steuerung für ein selbstfahrendes Auto, kostet weit unter 5000 €.
    Durch eingesparte Lohnkosten + Lohnnebenkosten, amortisiert es sich nach wenigen Monaten.
    Dafür steigen die H4 Zahlen.
    Und das Alles in weniger als 8 Jahren.