China-Krise: Dax fällt unter 10.000 Punkte

Nach einem erneuten Kursrutsch in China hat auch der Deutsche Aktienindex (Dax) starke Verluste erlitten. Kurz nach Handelsbeginn am Donnerstag fiel der Leitindex zeitweise um fast drei. In China war der Börsenhandel aufgrund erneut sinkender Kurse nur eine halbe Stunde nach Handelsbeginn ausgesetzt worden.

Wegen des erneuten Kursturzes an den chinesischen Börsen droht dem Dax Börsianern zufolge zur Eröffnung am Donnerstag ein Kursminus von mehr als zwei Prozent. Rutsche er dabei unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Zählern, müsse mit zusätzlichen Verkäufen gerechnet werden, warnten sie. Am Mittwoch hatte der deutsche Leitindex 0,9 Prozent tiefer bei 10.214,02 Punkten geschlossen.

In Shanghai war der Aktienmarkt mehr als sieben Prozent in die Tiefe gerauscht, so dass der Handel bereits nach einer halben Stunde automatisch abgebrochen wurde. Auslöser des Ausverkaufs war die erneute Abwertung des Yuan. Sie schürte Spekulationen, dass es um die Gesundheit der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft schlechter bestellt ist als gedacht. Bereits am Montag war die Börse aus ähnlichen Gründen vorzeitig geschlossen worden.

Die Kursturbulenzen in China versetzten auch den Rohstoffmärkten einen weiteren Schlag. Der Preis für die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee brach um bis zu 4,3 Prozent ein und lag mit 32,76 Dollar je Barrel so niedrig wie zuletzt vor knapp zwölf Jahren. Das wichtige Industriemetall Kupfer notierte 1,4 Prozent niedriger bei 4555 Dollar je Tonne.

An der Wall Street hatten sich die US-Indizes am Mittwoch nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 1,5 Prozent und der Nasdaq 1,1 Prozent tiefer. Der S&P 500 verlor 1,3 Prozent. In Tokio fiel der Nikkei-Index am Donnerstag um 2,3 Prozent auf 17.767 Punkte.

Bereits am Montag hatte China seine Währung abgewertet und den Börsenhandel nach massiven Kursverlusten ausgesetzt. Dies löste weltweit Börsenturbulenzen aus. Am Dienstag dann pumpte die chinesische Zentralbank eine Milliarden-Finanzspritze in den Markt, die eigentlich den Kursverfall stoppen sollte. Hintergrund des Kursrutsches in China sind Zweifel an der Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft.

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