Oberösterreich ist exportstärkste Region Österreichs

Im Gegensatz zu der österreichischen Wirtschaft insgesamt konnten Oberösterreich und Salzburg im vergangenen Jahr mit sehr guten Exporten punkten. Punkten konnte die österreichische Industrie vor allem mit Maschinen und mineralischen Brennstoffen.

In Sachen Export gibt es in Österreich ganz klare Trennlinien. Die aktuellen Außenhandelszahlen der verschiedenen Regionen bestätigen das. Während die Ausfuhrwerte im ersten Halbjahr 2015 in der Steiermark um 0,4 Prozent und in Wien sogar um 10,8 Prozent zurückgingen, verzeichneten von den sieben Bundesländern mit Ausfuhrplus besonders Oberösterreich und Salzburg Rekordzahlen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren die Ausfuhrwerte in Salzburg um 8,2 Prozent und in Oberösterreich um 6,8 Prozent gestiegen. Das generell wirtschaftlich starke Vorarlberg konnte ebenfalls ein Plus von 6,9 Prozent verbuchen. 2014 war Vorarlberg das einzige Bundesland, das mit seiner Wirtschaftsleistung über dem EU-Schnitt lag.

Immerhin 26,4 Prozent davon entfielen dabei auf Oberösterreich: fast 17 Milliarden Euro. Maschinen, mechanische Geräte, Kraftwagen und Zugwagen sowie Eisen und Stahl waren dabei die bedeutendsten Exportgüter. Insgesamt beliefen sich die österreichischen Ausfuhren auf einen Wert von 64,37 Milliarden Euro. Bei der Art der ausgeführten Produkte gab es jedoch regionale Unterschiede. Große Anteile hatte Oberösterreich aber auch an den Einfuhren in der ersten Jahreshälfte. Oberösterreich und Vorarlberg verbuchten hier Wachstumsraten von 5,2 und 6,9 Prozent.

Waren bei den Ausfuhren besonders mineralische Brennstoffe und Maschinen gefragt, handelte es sich bei den Einfuhren eher um organisch chemische und pharmazeutische Erzeugnisse mit jeweils um die 16 prozentigem Anteil.

„Wie im 1. Halbjahr 2014 war auch in der aktuellen Berichtsperiode Deutschland für alle neun österreichischen Bundesländer in beiden Verkehrsrichtungen der wertmäßig bedeutendste Handelspartner“, heißt es von Seiten der österreichischen Statistikbehörde. So kamen beispielsweise fast die Hälfte aller Einfuhren nach Oberösterreich und Salzburg aus Deutschland. Ebenfalls wichtige Handelspartner sind weiterhin China, Italien, die Schweiz und Tschechien.

Wie in der Vorperiode wiesen auch im 1. Halbjahr 2015 fünf Bundesländer einen Handelsbilanzüberschuss aus, führten also mehr Waren aus als ein“, so Statistik Austria. „Das höchste Aktivum verbuchte Oberösterreich mit 4,56 Mrd. Euro, gefolgt von der Steiermark mit 2,89 Mrd. Euro.“

Angesichts der aktuellen Situation ist allerdings damit zu rechnen, dass sich die allgemein positiven Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2015 in der zweiten Jahreshälfte nicht fortsetzen werden. Der Abschwung in China hat erneut an Fahrt gewonnen und die Sanktionen gegenüber Russland wurden ein weiteres Mal verlängert.

Am Donnerstag war der Dax unter die 10.000-Punkte-Marke gerutscht. Ein erneuter Kursrutsch in China schickte die europäischen Börsen auf Talfahrt. Der chinesische Einkaufsmanager Index fiel den zehnten Monat in Folge: von 48,6 auf 48,2 Punkte.

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