Chinesische Kurse rutschen erneut ab

Nach den schweren Kurseinbrüchen vergangene Woche sind die chinesischen Aktienmärkte am Montag noch tiefer in den Keller gerutscht. Der Shanghai Composite Index sackte um 5,33 Prozent ab.

Auch der Shenzhen Component Index (- 6,12 %) und der ChiNext Index für Technologiewerte, der dem amerikanischen Nasdaq ähnelt, (-6,34 %) rutschten trotz massiver staatlicher Interventionen ins Minus. China hat seine Währung Yuan am Montag etwas aufgewertet, die instabilen Aktienbörsen damit aber nicht beruhigen können. „Unterschiedliche Signale über die Währungspolitik haben die Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt“, schrieb Währungsexperte Paul Mackel von der HSBC. Am Montag legte die Notenbank den Mittelwert des Yuan zum Dollar auf 6,5626 Yuan fest. Im Vergleich zu den 6,5636 vom Freitag bedeutete dies eine weitere kleine Aufwertung.

Die Erzeugerpreise in China sind im Dezember weiter gesunken. Der entsprechende Index (PPI) lag zum Jahresende bei minus 5,9 Prozent, wie das Statistikbüro in Peking am Samstag mitteilte. Es ist der 46. Rückgang in Folge in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft nach den USA. Angesichts der schwachen Konjunktur sehen sich die Hersteller zu Preissenkungen gezwungen, um neues Geschäft zu gewinnen.

Um die Anleger zu beruhigen, hatte die Börsenaufsicht zum Ende der Woche einen neuen Schutzmechanismus wieder abgeschafft, der zu einer Abwärtsspirale geführt hatte. Danach wurde der Handel bei einem Rückgang um mehr als fünf Prozent für 15 Minuten ausgesetzt und bei mehr als sieben Prozent abgebrochen, was aber zu Panik geführt hatte.

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