Elektroautos: Gabriel will 5.000 Euro Prämie pro Kauf zahlen

Sigmar Gabriel will offenbar Privat-Käufer von Elektroautos mit 5000 Euro prämieren. Ohne Millionen-Förderung aus Steuergeldern wird die von der Politik ausgerufene Marke von einer Million verkaufter E-Autos in drei Jahren nicht zu schaffen sein.

Wer ein Elektroauto kauft, soll einem Zeitungsbericht zufolge künftig eine Prämie in Höhe von 5000 Euro vom Staat erhalten. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung unter Berufung auf ein Arbeitspapier von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) berichtete, soll die Prämie Teil eines Förderprogramms für E-Autos sein. Der Entwurf befindet sich demnach allerdings noch in der Abstimmung zwischen den Ministerien. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) soll dem Bericht zufolge wenig begeistert sein.

Ebenfalls geplant sind laut Hannoverscher Allgemeiner Zeitung Kaufanreize für Unternehmen. In der Diskussion sei sowohl eine Sonderabschreibung auf die Anschaffungskosten als auch eine Kaufprämie von 3000 Euro für Gewerbetreibende, hieß es demnach in Berlin.

Ein weiteres Element des Förderpakets soll den Angaben zufolge ein schnellerer Ausbau der Ladestationen für Elektroautos sein. Auch eine umfangreichere Verwendung von E-Autos in öffentlichen Verwaltungen habe die Regierung offenbar im Blick. Gabriel gehe offenbar davon aus, dass ein solches Programm angesichts guter Konjunkturaussichten ohne Steuererhöhungen zu finanzieren wäre. Hier könnten auch die Länderetats betroffen sein, so dass auch sie zustimmen müssten.

Bereits im Frühjahr 2015 kündigte die Bundesregierung an, in den kommenden drei Jahren eine Million Elektroautos verkaufen zu wollen – dafür sollen Millionen an Steuergeldern aufgebracht werden.

Kommentare

Dieser Artikel hat 2 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Gast sagt:

    Unsere Parteipolitik liebt einige Autobauer (oder vielleicht auch ihre Spenden – nichts genaues weiß man nicht).
    Ich fahre heute wie vor über 30 Jahren einen Kleinwagen und der Unterschied ist, dass ich damals von ihm nicht akkustisch und mutwillig belästigt wurde und dass locker 2 Ballen Stroh in den Kofferraum passten. Benzin hat das Autochen damals kaum mehr verbraucht als das heute. Unsere Autoindustrie hat mit Vorsatz die Forschung fürs Wesentliche (der Verbrauch von Öl und die Art der Energiegewinnung) seit 30 Jahren abgestellt. Sie dachte, mit der Parteienzusammenarbeit braucht sie das nicht und bisher hat das ja auch gut geklappt, ich denke da nur an die „Leiharbeiter“.
    Jetzt wird die nächste Subvention durchgezogen, damit Autos weiterhin weit über Wert verkauft werden können. Derweil gibt es in China ganze Städte, in denen alle öffentlichen Verkehrsmittel mit Elektrizität fahren und in denen die entsprechende Infrastruktur aufgebaut wurde – und das in kürzester Zeit. Wenns hier nicht mehr klappt mit den Subventionen, kann man ja versuchen, da mal abzukupfern.

  2. Syssiphus sagt:

    Also Herr Gabriel zahlt garnicht’s,sondern der dt.Steuerzahler.Für Leute,die sich einen Hybrid-Boliden oder Tesla leisten können, gibt’s 5000,- € obendrauf ? Dagegen muss geklagt werden, da Steuergelder nicht für die Subventionierung von Ideen der Klimakanzlerin gedacht sind.Wie wär es mal mit Steuerleichterungen,oder Abschaffung von Steuern ?