Fliegende Taxi-Drohne umgeht Staus

Die Entwicklung rund um Drohnen ist rasant: militärisch und im privaten Bereich. Nun hat ein chinesisches Unternehmen eine Drohne entwickelt, die als autonom fliegendes Taxi fungieren soll. Bis zu 100 km/h schnell kann die Taxidrohne fliegen. Der Passagier allerdings kann nicht selbst steuern.

Der Traum vom Fliegen treibt noch immer Techniker und Ingenieure an. Besonders von der Kombination aus Auto und Flugzeug ist häufig die Rede. Die Forschung auf diesem Gebiet hält weiter an und zwei Unternehmen haben gerade gezeigt, was alles schon möglich ist. Das chinesische Unternehmen Ehang hat dafür auf die Drohnentechnologie zurückgegriffen.

Die Drohne AAV 184 wurde jüngst auf der IT-Messe CES vorgestellt. Basierend auf Elektromobilität verfügt die Taxidrohne von Ehang über insgesamt acht Rotoren, wobei jeweils zwei übereinander angebracht sind. Ähnlich wie etliche Drohnen, die privat ferngesteuert geflogen werden, verfügt die AAV 184 über ein Fail-Safe-System. Dieses sorgt dafür, dass die Taxidrohne im Fall der Fälle bei Schwierigkeiten sofort zur Landung ansetzt.

Das ist wichtig, denn die Drohne fliegt bis zu 100 km/h auf einer Höhe von bis zu 3.500 Metern und einem Umkreis von 20 Kilometern. Die AAV 184 fliegt autonom, ein Lenkrad im Inneren des Cockpits gibt es nicht. Der Passagier steigt ein, startet eine App und wählt ein Ziel aus. Den Rest erledigt die Taxidrohne selbst.

„Es ist ein Lebensziel von mir gewesen, Fliegen schneller, einfacher und bequemer als je zuvor zu machen“, zitiert DigitalTrends Hauzi Hu von Ehang. „Ich glaube wirklich, dass Ehang einen umfassenden Einfluss auf dutzende Branchen und deren Transportarten haben wird.“

Die Drohne ist insgesamt 1,5 Meter hoch und wiegt 200 Kilogramm. Ziel ist es, einen Passagier für 23 Minuten fliegen lassen zu können. Bis die Taxidrohne tatsächlich in die Produktion gehen kann, sind jedoch noch einige regulatorische Fragen zu klären. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen die Taxidrohne zumindest auf den chinesischen Markt bringen. Zwischen 200.000 und 300.000 Dollar soll die Drohne kosten. Vor allem für Krankenhäuser, Ärzte, Rettungsteams und Millionäre kann AAV 184 interessant werden.

Unterdessen hat das amerikanische Unternehmen Terrafugia einen weiteren Schritt in Richtung Marktreife erreicht. Für sein „fliegendes Auto“ TF-X hat Terrafugia eine Sondergenehmigung von der US-Luftfahrtbehörde FAA erhalten. Nun können erste Tests durchgeführt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Allerdings darf Terrafugia die Tests nur mit einem kleineren Modell des TF-X durchführen. Denn für die Tests darf das Flugauto nicht schwerer als 25 Kilogramm und nicht länger als 60 Zentimeter sein.


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