Zahl der Elektroautos in Österreich nimmt zu

Die Zahl der verkauften Elektrofahrzeuge hat im vergangenen Jahr um über 30 Prozent zugenommen. Auch Hybridfahrzeuge fanden neue Eigentümer. Allerdings ist der Prozentsatz der E-Autos in Österreich insgesamt noch sehr gering. Die Regierung will deshalb weiter in den Ausbau investieren.

Österreich will die Zahl der E-Autos auf österreichischen Straßen weiter ausbauen. Zwar steigen die Neuzulassungen für Elektroautos und Hybridfahrzeuge, doch insgesamt gesehen ist der Anteil auf den Straßen noch sehr gering. „Sauberen Antriebssystemen gehört die Zukunft, egal ob Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoffantrieb“, sagte Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) auf der Autoshow. „Diese Innovationen zu entwickeln und dadurch nachhaltiges Wachstum zu generieren funktioniert nur gemeinsam mit der Wirtschaft.“

Um die Zahl der Elektrofahrzeuge zu erhöhen, werde das Ministerium Rupprechter zufolge 14 Millionen Euro in den Ausbau der Elektrofahrzeuge investieren. 2015 stieg der Anteil alternativ betriebener Pkw in Österreich um 33,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neben den Hybridfahrzeugen erfreuten sich auch die Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb größerer Beliebtheit (+30,9 %). Insgesamt machen die Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aber weiterhin nur etwa 1,9 Prozent der Neuzulassungen aus.

Die Förderungen zum Ausbau der Elektromobilität sind ganz unterschiedlicher Natur. Während der deutsche Wirtschaftsminister zwei Milliarden Euro in Form von Kaufprämien einsetzen will, soll Wien mit Staatsfinanzen eine Flotte von 250 Elektrotaxis bis 2018 aufstellen. Welche Bedeutung der Elektromobilität trotz noch immer niedriger Verkaufszahlen zugedacht wird, zeigt auch die Diskussion um Teststrecken für selbstfahrende Autos. In diesem Jahr sollen die ersten Teststrecken ins Leben gerufen werden, für die es ebenfalls staatliche Unterstützung gibt. Elektromobilität und smarte Technologie wachsen immer stärker zusammen.

Insgesamt stiegen die Neuzulassungen in Österreich 2014 um 1,8 Prozent auf 308.555 Pkw. Allein im Dezember wurden 31,3 Prozent mehr Autos neu zugelassen als noch im Vorjahresmonat. Im ersten Halbjahr 2015 waren die Neuzulassungen noch um drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Ähnlich wie in Deutschland ist das aber kein wirklicher Indikator für ein tatsächliches Wachstum des Automarktes. Immerhin waren 7,8 Prozent der Neuzulassungen aus dem vergangenen Jahr Tageszulassungen. Diese gehen meist auf Autohäuser und Autohersteller zurück.

Einmal angemeldet, werden die Autos oft für Rabattaktionen eingesetzt. Dafür spricht auch, dass in Österreich mittlerweile der Anteil der privaten Neuzulassungen nur mehr bei 35,3 Prozent liegt, im Jahr 2006 lag dieser Wert noch bei 51,4 Prozent. In Deutschland waren von Januar bis November 30,7 Prozent aller Neuwagen als Eigenzulassungen der Hersteller und Bauer in den Markt gebracht worden.

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