IWF erwartet Abschwung der Weltwirtschaft

Der IWF wird im Wochen-Rhythmus immer pessimistischer: Der Fonds korrigiert zum dritten Mal seine Prognose nach unten – und kommt damit der Realität immer näher. Die falschen Prognosen sind seit langem ein Problem des IWF.

Die Weltwirtschaft scheint in einem weit schlechteren Zustand zu sein, als bisher vom IWF verkündet. Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres war der Fonds am Dienstag gezwungen, seine Prognosen zu korrigieren. Schon mehrmals in der Vergangenheit stellten falsche Prognosen des IWF ein Problem dar. Als Hauptgrund der schwachen Entwicklung nannte der IWF insbesondere die drängenden Herausforderungen in den Schwellen- und Ölländern.

Sollten diese nicht erfolgreich bewältigt werden, „könnte das globale Wachstum entgleisen“, warnte der Fonds am Dienstag. Er verwies dabei auf den schwierigen Umbau der chinesischen Wirtschaft, den Ausstieg der USA aus der ultra-lockeren Geldpolitik, den Ölpreis-Verfall und die konjunkturelle Schwäche der Schwellenländer. Seine Prognosen nahm der IWF auf breiter Front zurück – allerdings nicht für Deutschland.

Für die globale Wirtschaft rechnet der Fonds nun mit einer moderaten Wachstumsbeschleunigung von 3,1 Prozent im laufenden Jahr und über 3,4 Prozent im Jahr 2017. Die prognostizierten Raten lagen damit um jeweils 0,2 Prozentpunkte unter der bisherigen Schätzung vom Oktober. Bei den Euro-Staaten erwartet der IWF 2016 und 2017 jeweils Zuwächse von 1,7 Prozent. Das gleiche Wachstumstempo wird Deutschland zugetraut. Hier hat der IWF seine Prognosen für dieses Jahr um 0,1 Punkte und für nächstes Jahr um 0,2 Punkte aufgestockt.

Verantwortlich für die Eintrübung der globalen Wachstumsaussichten sind nach IWF-Lesart vor allem Schwellen- und Ölländer. Brasilien sagt der Fonds gar einen wirtschaftlichen Absturz um 3,5 Prozent im laufenden Jahr voraus. Auch 2017 dürfte es das südamerikanische Land laut IWF nicht schaffen, den Wachstumsbereich wieder zu erreichen. Für den weltweit größten Ölförderer Saudi-Arabien senkte der Fonds wegen des massiven Preisverfalls die Schätzung ebenfalls deutlich um jeweils einen Prozentpunkt für das laufende und das nächste Jahr.

Kommentare

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  1. Hans von Atzigen sagt:

    Nicht all zu überraschend das diese Institution neben den Schuhen steht.
    Die ganzen Erhebungs und Berechnungsmechanismen basieren auf
    Monetären Daten = Geldeinheiten.
    Realdaten spielen in diesem System eine untergeordnate Rolle,wenn denn überhaupt.
    Daraus ergibt sich ein massiv geschöntes Bild der Realität.
    Die Geldschöpforgien der letzte Jahre haben die noch massiev verschärft.
    In Geldeinheiten wird die Welt zunehmend reicher derweil gehen die Realdaten
    immer steiler nach unten.
    Zumindest eine Bereinigung um die jeweils gestiegene Geldmenge währe eine absoltte Notweendigkeit.
    Peinlich bis Absurd was da angestellt wird.
    Die Weltwirtschaft driftet, Monetär ,,Stinkreich,, jedoch Realwirtschaftlich, im Realergebnis, mit Volldampf gegen die Wand.
    Schlicht Schamanen-Ökonomie.