Schweizer SMI-Index rutscht unter 8.000 Punkte

Der wichtigste Schweizer Aktienindex ist das erste Mal seit dem Frankenschock vor einem Jahr auf einen Wert von unter 8.000 Punkten gesunken. 19 der 20 SMI-Konzerne waren im Minus. Größter Verlierer ist der Versicherungskonzern Zurich.

Nach einer kleinen Erholung am Dienstag kam es am Mittwoch erneut  zu einem starken Rutsch beim Schweizer SMI. Der wichtigste Aktienindex des Landes, der SMI, sank am frühen Morgen auf 7.990 Zähler. Das entspricht einem Minus von drei Prozent. Es war das erste Mal seit der Abkopplung des Franken vom Euro, dass der Index unter die Marke von 8.000 Punkten fiel. Seit Beginn des Jahres hat der Index etwa neun Prozent verloren.

Am stärksten fiel das Minus beim Versicherer Zurich aus. Hier brach der Kurs nach der Bekanntgabe von einem Betriebsverlust in Höhe von 100 Millionen Dollar um rund 8,5 Prozent ein. Neben Zurich befanden sich noch 18 weitere der 20 SMI-Unternehmen am Vormittag im Minus. Vor allem Credit Suisse, Julius Bär, Richemont und Transocean verloren zwischen vier und fünf Prozent.

Schlechte Nachrichten aus Russland und China scheint die Investoren zu verunsichern. Der weiter sinkende Ölpreis trägt auch dazu bei. Viele Schweizer Firmen sind mit der Ölbranche verbunden. Der Ölpreis ist am Mittwoch wieder kräftig gefallen. Hintergrund seien die Sorgen wegen eines Überangebots, sagten Händler. Der Preis für US-Öl fiel um mehr als zwei Prozent unter die Marke von 28 Dollar je Barrel (rund 159 Liter) auf den tiefsten Stand seit September 2003. Öl der führenden Nordseesorte Brent verbilligte sich ebenfalls um mehr als zwei Prozent auf 28,18 Dollar je Fass. Am Dienstag hatte die Internationale Energie-Agentur (IEA) erklärt, dass vorerst kein Ende des Überangebots in Sicht sei.

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) reagiert anders als früher nicht mit einer Drosselung der Förderung auf die geringe Nachfrage. So wollen die traditionellen Ölförderländer ihre Marktanteile gegen aufstrebende Schiefergas-Produzenten in den USA verteidigen. Zudem drängt der Iran nach dem Ende internationaler Sanktionen wieder stärker auf den Markt, und die Nachfrage ist angesichts trüber Konjunkturaussichten mau.

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