Sinkende Produktion und Konkurrenz aus China belasten Metallbranche

Die Abhängigkeit der Metallbranche von der Industrie ist erheblich. Vor allem im Bereich des Maschinenbaus und der Autobranche herrschen große Abhängigkeiten. Umso mehr fürchtet die Metallbranche in diesem Jahr einen Einbruch.

Die Industrie hat die Produktion zurückgefahren und der VW-Skandal zeigt erste jetzt erste Auswirkungen. Zusätzlich dazu hat China bei dem jahrelangen Streit um Dumpinglöhne bei Metallbeschlägen nun gegen die EU gewonnen.

Sinkende Rohstoffpreise, eine wirtschaftliche Abschwächung in China und Turbulenzen in den Marktwirtschaften der Schwellenländer werden sich auch in diesem Jahr auf die deutsche Metallbranche auswirken. Die deutsche Industrie hat zum Ende des Jahres ihre Produktion verringert. Das derzeitige Wachstum wird erheblich von öffentlichen und privaten Konsum getragen, denn die Exporte haben sich verlangsamt.

Das belastet die Metallbranche. „Gegenwärtig fehlt der Branche der Treibstoff, um dynamisch durchzustarten“, sagt Ralf Schmitz vom Verband Deutscher Metallhändler (VDM). Die aktuelle Geschäftsklimaumfrage zeigt eine Verschlechterung bei der Einschätzung hinsichtlich der derzeitigen Geschäftslage der Unternehmen und ihres Ausblicks für die kommenden Monate.

„Inputs aus Aluminium- oder Kupfer werden erst wieder stärker nachgefragt, wenn sich die Weltmärkte und die inländische Industrieproduktion beleben und in dessen Zug auch wieder mehr investiert wird“, so Schmitz. Besonders wenig erwarten sich die Unternehmen der Branche von der Autobranche in diesem Jahr. Erst langsam zeigen sich die Auswirkungen der Abgas-Affäre von VW. Das aber wird erhebliche Folgen für die deutschen Metaller haben.  „Ein Drittel der Metallfirmen in Deutschland macht als Zulieferer sicher 20 Prozent des Umsatzes direkt oder indirekt mit VW”, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM), Thomas Reuther.

Der Verband rechnet mit Blick auf VW mit einem Einbruch der Bestellungen um zehn Prozent. Es drohe ein Flächenbrand. Die Metaller stünden immerhin am Beginn der Lieferkette. „Wir können daher nicht ausschließlich, dass sich das mittel- bis langfristig auch auf die Arbeitsplätze auswirkt.“

Zudem gab es in dieser Woche eine weitere schlechte Nachricht für die Branche. Im langwierigen Rechtsstreit zwischen der EU und China bezüglich Zöllen und Dumpinglöhnen für Metallbeschläge hat die Welthandelsorganisation (WTO) China Recht gegeben. So seien die Zölle in Höhe von 26,5 bis 85 Prozent für bestimmte Metallbeschläge aus China, die die EU erhoben hatte, unrechtmäßig gewesen. Nun könnte China sogar die WTO dazu ansuchen, Handelssanktionen gegen die EU zu verhängen.

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