Bundesbank warnt: Rekordsummen an Falschgeld im Umlauf

Die Anzahl an falschen Euro-Scheinen ist in Deutschland um 51 Prozent auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Falschgeld wird verstärkt über das sogenannte Darknet vertrieben. Die neuen Banknoten sollen fälschungssicherer sein, so die Bundesbank.

Falschgeld-Schwemme in Deutschland: Im vergangenen Jahr wurden so viele Euro-Blüten aufgegriffen wie noch nie seit Einführung der Gemeinschaftswährung. Insgesamt brachten Betrüger rund 95.500 gefälschte Euro-Noten in Umlauf – ein Zuwachs von 51 Prozent, wie die Bundesbank am Freitag mitteilte. „Der Anstieg der Falschgeldzahlen ist bedenklich, aber geeignete Maßnahmen sind bereits getroffen worden“, erklärte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

Einer der Gründe für das deutliche Plus sind laut Bundesbank neue Vertriebswege im Internet. Dort werden über zwielichtige Kanäle („Darknet“) etwa ganze Blüten oder einzelne Komponenten wie Hologramme gehandelt. „Das Darknet ist zwischenzeitlich einer der maßgeblichen Räume für alle Arten von Kriminalität“, erklärte eine Sprecherin des Bundeskriminalamts (BKA).

Besonders beliebt unter Fälschern waren im vergangenen Jahr 20-Euro- und 50-Euro-Scheine. Auf diese Banknoten entfielen annähernd 90 Prozent aller Blüten. Thiele, der bei der Bundesbank unter anderem für das Thema Bargeld zuständig ist, setzt unter anderem auf die Einführung der neuen Euro-Banknoten, die die Europäische Zentralbank (EZB) nach und nach in Umlauf bringt. Diese seien besser gegen Fälschungen geschützt. Den neuen 20-Euro-Schein brachten die Währungshüter im November in Umlauf.

 

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