Ende des Bargelds: SPD will 500-Euro-Note abschaffen

Die SPD plädiert für eine Obergrenze von 5.000 Euro bei Bargeldzahlungen. Daher soll auch der 500-Euro-Schein abgeschafft werden. Mit einer Bargeldschwelle soll Deutschland für Kriminelle aus dem Ausland unattraktiver werden, so die Partei.

Mit einer Obergrenze von 5000 Euro für Barzahlungen und einer Abschaffung des 500-Euro-Scheins will die SPD einem Bericht zufolge Geldwäsche und andere Formen der organisierten Kriminalität in Deutschland besser bekämpfen. „Mit einer Bargeldschwelle wird Deutschland auch für Kriminelle aus dem Ausland unattraktiver“, heißt es in einem neuen Positionspapier der Partei.

„Die 500-Euro-Scheine sind für Kriminelle interessant, da sie sich ideal für Geldwäsche und illegale Bargeldtransporte eignen“, sagte der SPD-Finanzpolitiker Jens Zimmermann dem Handelsblatt. Die Entscheidung ist Sache der Europäischen Zentralbank (EZB).

Das Positionspapier sollte noch am Dienstag offiziell vorgestellt werden.

Kommentare

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  1. popper sagt:

    Der nächste „Persilschein“ für die Banken, denn sollten die Menschen, wenn Banken in Schieflage geraten, nur noch sehr eingeschränkt an ihr Bares kommen, dann ist dem Spieltrieb der Banker Tür und Tor geöffnet. Sie können ja dann, die Sichtforderungen als Risikomasse verwenden. Da jede Form von Banken-Run ein Riegel vorgeschoben ist. Man sollte Politiker, die eine derart verkorkste und auf Raubzug getrimmte Finanzwelt weiterhin unterstützen, bei Wahlen zum Teufel jagen. Aber, das hilft ja in postdemokratischen Zeiten auch nichts mehr. Die werden dann Kommisre in Brüssel und schicken die Troika/Quadriga.

  2. H. J. Weber sagt:

    Ja- kann man ja machen.
    Ich wäre außerdem dafür, dass alle 500 Euro Scheide, ohne vorherige Ankündigung, für ungültig erklärt würden.
    Wer danach glaubhaft erklären kann, wo er das Bündel Fünfhunderter her hat, kann dann die Fünfhunderter bei seiner Bank gegen andere kleinere Scheine eintauschen.
    Mal sehen wie viel Fünfhunderter dann nie mehr auftauchen werden.
    Bei einigen Drogenhändlern, Waffenhändlern und anderen Kriminellen, wir es dann wohl einen herben Rückschlag bei den „Rücklagen“ geben.

    Viele Grüße
    H. J. Weber