Export-Rekord für deutsche Bierbrauer

Die Bierbrauer in Deutschland haben 2016 die Rekordmenge von 16 Millionen Hektoliter Bier ins Ausland geliefert. Insbesondere in den USA und in China war deutsches Bier beliebt. Die Ausfuhren in Drittländer außerhalb der EU haben sich Im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppelt.

Eine wachsende Nachfrage in den USA und China hat den deutschen Bierbrauern 2015 einen Export-Rekord beschert. Gut 16 Millionen Hektoliter lieferten die Unternehmen ins Ausland und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Gut 61 Prozent davon gingen in EU-Staaten, hier sanken die Ausfuhren allerdings um 2,5 Prozent. Der Export in Länder außerhalb der Europäischen Union hingegen stieg kräftig um fast 17 Prozent. Deutsches Bier wird nach Angaben des Branchenverbandes DBB vor allem in den USA und in China zunehmend beliebter. So lagen die Ausfuhren in sogenannte Drittländer doppelt so hoch wie noch 2003.

Das gute Exportgeschäft konnte den sinkenden Inlandsabsatz etwas abfedern, der um 0,7 Prozent auf das Rekordtief von 79,5 Millionen Hektoliter fiel. Unterm Strich lag der gesamte Absatz bei rund 95,7 Millionen Hektoliter und damit hauchdünn über dem Vorjahresniveau. Der Bierkonsum in Deutschland geht seit Jahrzehnten tendenziell zurück. 2014 allerdings stieg der Absatz der Brauereien leicht um ein Prozent – vor allem wegen der höheren Nachfrage während der Fußball-Weltmeisterschaft. Für 2016 erhofft sich die Branche Impulse durch die Fußball-EM und das 500. Jubiläum des Reinheitsgebots. Als große Herausforderungen sieht der Deutsche Brauer-Bund (DBB) steigende Kosten, harte Konkurrenz und zunehmenden Preisdruck im Handel.

Die Daten des Statistikamtes umfassen weitgehend Bier, das in den Handel geht. Nicht in den Zahlen enthalten sind jedoch Malz- und alkoholfreies Bier sowie der aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Gerstensaft.

 

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