VW-Nutzfahrzeug-Chef sieht keinen Anlass für Notverkauf

Trotz der derzeitigen Abgas-Affäre bei VW und den damit verbunden finanziellen Einbrüchen sieht der Leiter des Nutzfahrzeug.Geschäfts des Volkswagen-Konzerns keinen Verkaufszwang der Sparte. Er blickt optimistisch in die Zukunft der LKW-Abteilung.

Der Chef des VW-Nutzfahrzeug-Geschäftes sieht derzeit keinen Druck für eine Veräußerung der Sparte. „Die operativen Ergebnisse im Volkswagen-Konzern sind gut, trotz allem. Es wird keinen Notverkauf geben“, sagte Andreas Renschler der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Gefragt ob die VW-Trucks als eigenständige Firma an die Börse könnten, antwortete der Manager: „Möglich ist alles, aber nur, wenn es strategisch Sinn macht.“ Wichtig sei dem Konzern gewesen, die Sparte so aufzustellen, dass sie „eigenständig marschieren“ könne.

Der Wolfsburger Autohersteller hat seine Lkw-Töchter MAN und Scania unter dem Dach einer Holding zusammengefasst. Seit einem Jahr ist der frühere Daimler-Manager Renschler Chef des Lkw-Geschäftes von VW. Er ist angetreten, um aus MAN und Scania eine schlagkräftige Allianz zu schmieden, die es mit den führenden Lkw-Herstellern Daimler und Volvo aufnehmen soll.

Volkswagen kämpft mit den Folgen des Diesel-Abgasskandals. Der Konzern hatte im September auf Druck der US-Umweltbehörde EPA zugegeben, eine Software zur Manipulation des Schadstoff-Ausstoßes eingesetzt zu haben. Weltweit sind davon elf Millionen Fahrzeuge betroffen, davon 8,5 Millionen in Europa.

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