Chinas Industrie schrumpft überraschend stark

Die chinesische Wirtschaft steht unter Druck. Die Stimmung in Chinas herstellender Industrie ist so schlecht wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel im Januar unerwartet stark auf den tiefsten Stand seit August 2012.

Die chinesische Industrie ist im Januar überraschend stark geschrumpft. Der offizielle Einkaufsmanagerindex sank nach Angaben vom Montag auf 49,4 von 49,7 im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten nur einen Rückgang auf 49,6 erwartet. Die Trennlinie zwischen Schrumpfung und Wachstum liegt bei 50 Punkten. Die industrielle Tätigkeit schrumpfte damit den sechsten Monat in Folge.

Die Wirtschaft der Volksrepublik wuchs im vergangenen Jahr um 6,9 Prozent. Das war der geringste Zuwachs seit 25 Jahren. Dies erhöht den Druck auf die Staatsführung, die nach dem Absturz des Aktienmarktes und dem Fall des Yuans um das Vertrauen der Investoren wirbt.

Zuvor hatte bereits der Einkaufsmanagerindex des Wirtschaftsmagazins Caixin, das stärker kleinere und private Unternehmen beobachtet, kaum Besserung angezeigt. Er lag im Januar mit 48,4 Punkten den elften Monat in Folge unterhalb der Grenze von 50 und hat sich im Vergleich zum Wert von 48,2 im Dezember nur leicht verbessert. „Jüngste makroökonomische Indikatoren zeigen, dass die Wirtschaft noch weiter durch die Talsohle wandert und die Bemühungen, Überkapazitäten abzubauen, gerade erst anfangen, Ergebnisse zu zeigen“, sagte Caixin-Chefökonom He Fan.

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