Erste deutsche Stadt schafft Kleingeld ab

Die Stadt Kleve will sich von den Ein- und Zwei-Cent-Stücken trennen. Die Abwicklung mit dem Kleingeld sei zu teuer geworden. Deshalb soll nun auf fünf Cent auf bzw. abgerundet werden.

Weg mit dem lästigen Kleingeld: Zahlreiche Einzelhändler in der niederrheinischen Stadt Kleve versuchen seit Montag, Ein- und Zwei-Cent-Münzen aus ihren Kassen zu verbannen. Statt centgenau das Wechselgeld herauszugeben, runden die Händler die Endsumme auf dem Kassenbon auf Fünf-Cent-Beträge auf oder ab – wenn die Kunden einverstanden sind.

„Bisher haben wir nur positive Reaktionen“, berichtete am Montagmittag Christof Dammers, der Geschäftsführer von Intersport Kleve, über den Start der Aktion. Ähnlich äußerten sich auch andere teilnehmende Läden.

Vorbild der Aktion sind die benachbarten Niederlande, wo das Auf- und Abrunden schon seit Jahren üblich ist. In Deutschland ist Kleve nach Informationen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) allerdings „die erste Stadt, die so etwas macht“. Die Abwicklung der Zahlvorgänge mit Kleingeld sei einfach zu teuer geworden, begründete das Klever City-Netzwerk den Vorstoß.

Allerdings sind es bislang vor allem inhabergeführte Läden und kleinere regionale Ketten, die teilnehmen. Viele große Händler wie Kaufhof, Douglas oder Aldi rechnen weiter centgenau ab.

Die Teilnahme an der Aktion ist sowohl für Händler als auch für die Verbraucher freiwillig. Wer als Kunde mit dem Runden nicht einverstanden ist, hat einen Anspruch darauf, sein Rückgeld centgenau herauszubekommen. Und bezahlt werden kann natürlich auch weiter mit den Ein- und Zwei-Cent-Münzen im Portemonnaie

Kommentare

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  1. Syssiphus sagt:

    Ohne mich,Ich habe nicht’s zu verschenken.“Nur positive Reaktionen“ glaube ich nur, wenn die Meldung von Radio Erewan kommt.

  2. nic sagt:

    Wer die verkaufspsychologischen Vorteile der unrunden Preise nutzen will, der sollte auch Pfennige herausgeben müssen.