TechniSat verkauft Autozuliefer-Geschäft an Chinesen

Ein weiterer deutscher Autozulieferer wird nach China verkauft. Die vor allem als Fernsehgeräte-Hersteller bekannte TechniSat gibt ihr Geschäft mit Autoradios und Navigationsgeräten an den chinesischen Zulieferer Ningbo Joyson Automotive ab, wie TechniSat am Montag in Daun in der Eifel mitteilte.

Damit spaltet Firmengründer Peter Lepper die 1987 als Hersteller von Satelliten-Antennen gegründete Firma praktisch auf: 1200 von 2150 TechniSat-Mitarbeitern arbeiten künftig für Joyson. Zu den größten Kunden von TechniSat gehört Volkswagen.

TechniSat wolle sich künftig ganz auf die Konsumelektronik spezialisieren, erklärte das Unternehmen. Das Unternehmen ist einer der wenigen Hersteller von Fernsehgeräten, die noch in Deutschland produzieren.

Ningbo Joyson hatte 2011 den deutschen Autozulieferer Preh übernommen. Das Unternehmen aus Bad Neustadt an der Saale, das formal 50 Prozent an der künftigen Preh TechniSat hält, wächst mit der Übernahme auf mehr als 6000 Mitarbeiter und gut 1,2 Milliarden Euro Umsatz.

Die deutsche Autozulieferbranche steht neben dem Maschinenbau im Fokus chinesischer Käufer. So gehört der Türschloss-Hersteller Kiekert seit 2012 der chinesischen LingYun, der fränkische Getriebe-Komponenten-Spezialist Hilite ist seit dem vergangenen Jahr im Besitz der chinesischen Avic.

Kommentare

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  1. Josef Schreiber sagt:

    Freihandel ist der Handel von Seeräubern!

  2. Rudolf Steinmetz sagt:

    CHINA sichert sich strategische Technologiefelder.
    Merkel schläft.

    • Keine Antwort sagt:

      Was sollte Angie denn unternehmen? Subventionen verteilen, den Verkauf verbieten, oder die Chinesen verjagen?