Österreich Start-Ups starten durch

Österreichs Start-Ups blicken auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurück. 11 Unternehmen konnten sogar Investments von mehr als einer Million Euro für sich generieren. Meist sind die Unternehmen nicht mehr als 15 Personen stark. Österreich zeigt, dass längst nicht nur an Orten wie Silicon Valley unternehmerische Kreativität zu finden ist.

Österreichs Start-up-Szene hat keine Probleme damit, neben einheimischen auch internationale Investoren zu finden. Das zeigt der aktuelle Start-up-Report 2015. So konnten elf Start-ups im vergangenen Jahr Investitionen von jeweils mindestens einer Millionen Euro gewinnen. Sieben der elf Start-ups haben sogar europäische Investoren gefunden, vier Jungunternehmen fanden auch internationale Investoren. Mit einem Volumen von 4,2 Millionen Euro konnte mySugr am meisten einsammeln, gefolgt von Hitbox (3,7 Millionen Euro) und Mobile Pocket (2,0 Millionen Euro).

Das Diabetes Start-up mySugr konnte im März 2015 Investoren wie Roche Venture Fund und iSeed Ventures gewinnen. „Uns hat bei mySugr das authentische Umfeld überzeugt – viele Mitarbeiter leben selbst mit Diabetes“, sagte Simon Meier, Investment Director bei Roche Venture Fund. „Das erlaubt, eigene Wege zu gehen und Produkte zu designen, die viel präziser echte Probleme von Diabetikern lösen.“ Das Unternehmen XL Health aus Berlin hatte bereits 2014 in das Start-up investiert.

Neben den ganz großen Investitionen gab es aber auch andere Start-ups, die erfolgreich bei der Suche nach Investoren waren. 20 Jungunternehmen konnten zwischen 250.000 und 999.999 Euro an Finanzierung erreichen. 40 Prozent der Firmenchefs gaben an, dass ein „bedeutender Teil der Investitionen“ von europäischen Investoren kamen. Dem Start-up-Report zufolge gibt es jedoch etliche Start-ups, von denen die erreichten Investitionen noch nicht veröffentlicht wurden. So folgte beispielsweise die Bekanntgabe des Jungunternehmens Codeship über ein 1,5 Millionen-Dollar Investment erst nach der Zusammenstellung des Start-up-Reports. Insgesamt hat das Unternehmen damit seit der Gründung 2011 bereits 4,4 Millionen Dollar erhalten.

Innovationen sind längst nicht mehr nur Thema in Silicon Valley. Im aktuellen „Global Start-up Ecosystem Ranking 2015“ ist die Rede von einer regelrechten Start-up Explosion. Städte wie New York, Los Angeles, aber auch Boston, Tel Aviv, London, Chicago, Seattle und Berlin machen dem Silicon Valley Konkurrenz als Start-up Hotspot. Dem GEM Global Report zufolge werden jede Sekunde irgendwo auf der Welt drei Unternehmen gegründet.

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