USA: Zahl der Lebensmittel-Marken steigt auf neues Rekordhoch

US-Unternehmen haben zu Jahresbeginn weniger neue Jobs geschaffen, als von den Volkswirten erwartet wurde. Zwar sind die Stundenlöhne sind leicht gestiegen. Trotzdem ist die Zahl jener, die auf Lebensmittelmarken angewiesen ist, auf Rekordhoch.

In der US-Wirtschaft sind zu Jahresbeginn weniger Stellen entstanden als erwartet. Die Zahl der neuen Jobs stieg um 151.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington bekanntgab. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 190.000 gerechnet. Der Vormonatswert wurde zugleich um 30.000 auf 262.000 nach unten revidiert. Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote fiel im Dezember um einen Tick auf 4,9 Prozent, den niedrigsten Stand seit rund acht Jahren. Zugleich stiegen die Stundenlöhne um 0,5 Prozent und damit stärker als von Experten erwartet.

Obwohl die Verbraucher somit mehr Geld für den Konsum in der Tasche haben und praktisch Vollbeschäftigung herrscht, hat die Notenbank Fed es nach der Zinswende vom Dezember nicht eilig mit weiteren Erhöhungen. Dafür wiegen die Abkühlung der Konjunktur Chinas und die jüngsten Finanzmarkt-Turbulenzen zu hoch. Zuletzt haben die USA mit sehr schlechten Wirtschaftszahlen gemeldet: Die Aufträge der US-Industrie sind eingebrochen.

Obwohl der Wert die niedrigste Arbeitslosenmarke seit acht Jahren darstellt, bleiben die Bezieher von Lebensmittelmarken auf einem Rekordhoch. Dieses ist seit der Krise zwischen 2007 und 2009 konstant, obwohl sich die offizielle Arbeitslosigkeit in der Zeit halbiert habe, schreibt Bloomberg.

Etwa 45,4 Millionen Amerikaner, etwa ein Siebtel der Bevölkerung, bezieht Lebensmittelmarken, so die aktuellsten Zahlen aus dem Oktober 2015. Die Arbeitslosigkeit lag bei 5 Prozent in diesem Monat. Das letzte Mal,als die Arbeitslosigkeit auf diesem Niveau war, im April 2008, waren 28 Millionen Amerikaner auf dieLebensmittelmarken angewiesen. Das Programm kostete der US-Regierung weniger als die Hälfte von dem, was in diesem Jahr aufgebracht werden muss.

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  1. Hans von Atzigen sagt:

    Die gängige Wirtschaftsdaten Erfassung wird zunehmend zum peinlichen Witz.
    Wenn sich eine so grosser Anteil der Bevölkerung, im Produktiven Arbeitsprozess,
    kaum noch das minimum des Lebensunterhaltes erwirtschaften kann, ist das
    ein Alarmzeichen erster Güte.
    Fazit:
    In Geldeinheiten ist die USA ein Reiches Land.
    Realwirtschaftlich driftet das in Richtung 3.Welt.
    Da ist so Einiges an der gängigen Wirtschaftsvorschung, Lehre und
    Realität, hinten und vorne nicht Schlüssig.