Jahrhunderterfolg: Forscher melden Entdeckung von Gravitationswellen

Nach jahrzehntelanger Suche haben Weltraumforscher eigenen Angaben zufolge erstmals Gravitationswellen direkt beobachtet. Damit haben sie eine 100 Jahre alte Vorhersage von Albert Einstein bestätigt. Gravitationswellen entstehen vor allem, wenn große Objekte wie Sterne beschleunigt werden. Sie stauchen und strecken den Raum.

Mit dem Gravitationswellen-Observatorium Ligo in den USA fingen die Astrophysiker die Signatur zweier verschmelzender Schwarzer Löcher auf, wie das Ligo-Konsortium am Donnerstag in Washington berichtete. An der nobelpreisverdächtigen Entdeckung waren auch deutsche Forscher beteiligt. Die Wellen sind zwar umso größer, je größer die Masse ist, jedoch selbst bei gigantischen Schwarzen Löchern in einiger Entfernung immer noch so klein, dass sie erst jetzt mit einem verfeinerten Spezialinstrument nachgewiesen werden konnten.

Das Signal sei sehr deutlich und lasse keine Zweifel am direkten Nachweis der Gravitationswellen, betonte der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Hannover und Potsdam, Bruce Allen. Zwei Wissenschaftler seiner Gruppe in Hannover hätten das Signal als erste bemerkt.

Mit der Möglichkeit, Gravitationswellen direkt zu beobachten, stehe nun ein fundamental neues Werkzeug zur Erforschung des Universums zur Verfügung, betonte Allens Kollegin Alessandra Buonanno, Direktorin am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam.

Die Wissenschaftler beschreiben ihre Entdeckung im renommierten Fachblatt „Physical Review Letters“. Zuvor gab es bereits indirekte Hinweise auf Gravitationswellen. Frühere Meldungen über einen direkten Nachweis erwiesen sich jeweils als nicht haltbar.

Kommentare

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  1. weber sagt:

    Das Bild, an dem die „Gravitationswellen“ erläutert werden, ist weder ein Abbild 3-dimensionaler „Wellen“ noch eine Projektion, sondern eine 2-dimensionale „Betrachtung“ eines angeblich 3-dimensionalen Schauspiels. siehe oben
    3-dimensional lassen sich solche „Wellen“ also nicht darstellen. Und wenn sie sich nicht darstellen lassen, muß man annehmen, daß genau dieses Bild die Grundidee der Gravitationswellen ist.
    Von der 2. auf die 3. Dimension zu schließen, ist unmöglich.

  2. weber sagt:

    Einen letzten Anhaltspunkt möchte ich gerne noch zu bedenken geben: unter Wasser gibt nur „Strömungen“, aber keine „Wellen“. Wellen gibt’s nur an der Oberfläche. Wenn wir uns „im“ Raum befinden, und das wird wohl auch kein Astrophysiker bestreiten, wo kommen da die Wellen her?

  3. weber sagt:

    Technisch sollte sich die Raumkrümmung für das Sonnensystem auf dem PC darstellen lassen. Und bestimmt werden auch Mathematiker das versucht haben.

    Die Einsteinsteinsche Raumzeit ist nichts anderes als der Himmelskörper in der Bewegung. In der Bahn gehalten wird der Himmelskörper ja angeblich von einer Masse, die den Raum krümmt. Der Mond wird vom gekrümmten Raum der Erdmasse in der Bahn gehalten, die Erde von der Sonnenmasse usw.

    Ein komplexer Algorythmus sollte daher die Raumkrümmung(en) bildhaft selber zeichnen?

    Praktisch wird das wohl nicht funktionieren, weil die Raumkrümmungen der Massen interferieren und die Krümmungen verzerren sollten. Die Frage ist wohl: gibt es überhaupt einen Algorythmus, der die singulare Krümmung einer Masse berechnen kann? Denn: vom Prinzip wäre der gekrümmte Raum der Erde nichts anderes als eine größere Kugel, in dessen Inneren der Mond umläuft? Ein geschlossener Wall um die Erde? Oder doch nicht?

    Daß sich der Raum zu einem Wall auftürmt, scheint mir doch eher ein Luftschloß. Wenn dann würde der Raum ins Zentrum der Erde gezerrt und entspannte sich nach außen hin. Der Mond würde wegrollen, weil der Raum zur Erde dichter würde.

  4. weber sagt:

    Ich denke, das grundsätzliche Problem, welches wir mit der Teilchen- und Astrophysik haben, ist, daß es kein alternatives Weltbild gibt zum Vergleich. In die alternative Richtung werden Foschungsgelder verweigert. Nehmen wir mal Rupert Shelldrake und seine morphogenetischen Felder.

    Die Presse legt sich seit 2001 eins schwer ins Zeug, uns glaubhaft zu machen, Verschwörungstheorien seien Einbildung. Das Denken wird beschränkt. Da gibt’s dann die Gläubigen und die Ungläubigen. Das ist wie mit der Kirche.

    Führt man nun die Kriminalpolizei ein, sieht die Sache anders aus. Die hat jeden Tag mit Verschwörungen zu tun: Komplott, Komplizen, Verhör, Untersuchung, Indizien, Fingerabdruck, Falschaussage – der Kronzeuge, der die Verschwörung aufdeckt.
    Damit ist der Beweis erbracht, daß es Verschwörungen gibt. Daß es immer Leute gibt, die etwas zu verbergen haben. Und daß es mehr davon gibt, als uns zuträglich ist.

  5. weber sagt:

    Eine kleine Denkaufgabe zum Thema:

    Man stelle sich selber vor als Flachländer. Flachland ist zweidimensional. Jetzt schlägt ein Würfel ein in Flachland.
    Was sieht man?

    Eine Strecke. Ganz gleich ob von vorne, von hinten, oder mit Blick auf die Kante.

  6. weber sagt:

    Das kommt ja wie gerufen? Die Physik steht vor dem Kollaps und in der größten Not kommt ein Signal?
    Ich habe auch eben etwas anderes gehört, daß es sich um ein sehr dünnes und kaum meßbares Signal gehandelt haben soll?

    Die Raumkrümmung ist auch nur eine mathematische Verallgemeinerung von gekrümmten Flächen auf den Raum.
    Mit einer gekrümmten Fläche läßt sich ein gekrümmter Raum blendend darstellen, vor allem, wenn die 2. Dimension als Tischtuch der 3. verwendet wird. Eine dreidimensionale Darstellung entzieht sich schon des Machbaren, wie viel weniger läßt sich die Raumkrümmung dann in die 4. verlegen?

    Ich halte die Geschichte für ein Wissenschaftsmärchen. Die ganze Relativitätstheorie ist bloß ein phantastischer Irrtum.

    • Hans von Atzigen sagt:

      Die Relativitätstheorie ist ganz klar KEIN Märchen.
      Leider missachten zuviele auch ,,Wissenschaftler,, die nicht aushebelbaren
      Erkenntnisse der Relativitätstheorie.
      Auch wenn man nicht alle Einzelheiten kennt,es Reicht wenigstens das Kerngerüst zu kennen.
      Wenn man das einmal im Kern versteht, sieht man das eine oder andere
      in einem anderen ,,Licht,,.
      Man beginnt zu Vertsehen warum das eine und andere schlicht nicht
      funktioniert und funktionieren KANN.
      So kann man ZB. so einiges an Phantastereien im Allgemeinen Bereich
      Energie, Gewinnung und Gestzmässigkeiten sehr schnell als Unsinn erkennen.Auch die Mengenlehre ist ein nachgeschlteter Teil der Relativitätstheorie. Da haben auch spezifisch Techniker nicht so selten
      Mühe mit den Erkenntnissen der Relativitätstheorie.

      • weber sagt:

        Es hat sich schon vieles als Irrtum herausgestellt, was als unverrückbar galt.

        Je weniger Kritiker es gibt, desto mehr werden die angegriffen. Darin liegt auch eine Gesetzmäßigkeit.