Bombardier streicht tausende Stellen

Der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier streicht in den nächsten zwei Jahren weltweit 7000 Arbeitsplätze, davon allein 3200 bei der Zugsparte. Damit werde die Stellenzahl an den Bedarf angepasst und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert, hieß es zur Begründung.

Der kanadische Industriekonzern Bombardier streicht nach neuerlichen Verlusten in etwa jeden zehnten Arbeitsplatz. Rund 7000 Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren wegfallen, wie der Zug- und Flugzeug-Hersteller am Mittwoch mitteilte. Betroffen seien davon vor allem Kanada und Europa. 2016 werde ein Jahr des Übergangs, sagte Vorstandschef Alain Bellemare. Der Konzern müsste wieder wettbewerbsfähiger werden.

Im Schlussquartal 2015 brach der Umsatz um knapp 16 Prozent auf 5,02 Milliarden Dollar ein. Der Verlust wurde zumindest deutlich reduziert. Für dieses Jahr prognostiziert der Siemens – und Airbus -Rivale aus Montreal einen Umsatz von 16,5 bis 17,5 Milliarden Dollar. 2015 waren es 18,2 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis (Ebit) soll sich dieses Jahr auf 200 bis 400 Millionen Dollar belaufen – vergleichsweise wenig für Unternehmen dieser Größenordnung.

Hoffnung setzt das Management in die neuen Flugzeuge der C-Serie. Air Canada unterzeichnete am Mittwoch eine Absichtserklärung zum Kauf von bis zu 75 Jets vom Typ CS300. Diese sind zu Listenpreisen rund 3,8 Milliarden Dollar wert. Sie sollen von 2019 an ausgeliefert werden.

Das neu entwickelte Flugzeug ist deutlich teurer und kommt viel später als ursprünglich geplant. Bombardier hatte deswegen in Kanada staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen. Mit der C-Serie will das Unternehmen Boeing und Airbus im lukrativen, aber hart umkämpften Geschäft mit Flugzeugen ab 100 Sitzen Konkurrenz machen.

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