Airline haftet für Zusatzkosten bei verspäteten Geschäftsflügen

Bei einer Flugverspätung seiner Mitarbeiter kann ein Arbeitgeber Schadenersatz von der Airline verlangen. Die Fluggesellschaft hafte für Schäden, der dem Arbeitgeber durch die Verspätung entstanden seien, urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Mittwoch in Luxemburg

Fluggesellschaften müssen bei großen Verspätungen auch für zusätzliche Kosten haften, die Arbeitgebern bei Geschäftsflügen ihrer Mitarbeiter entstehen. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem am Mittwoch in Luxemburg verkündeten Urteil. Die Höhe des Schadenersatzes für die Arbeitgeber ist demnach aber auf die Höhe begrenzt, die von der Verspätung betroffene Mitarbeiter maximal einfordern könnten. (Az. C-429/14)

Im entschiedenen Fall hatte der staatliche Sonderermittlungsdienst Litauens zwei Mitarbeiter auf eine Dienstreise nach Moskau geschickt. Der Flug der Air Baltic kam dort nach mehreren Zwischenlandungen aber mit einer Verspätung von über 14 Stunden an. Der Arbeitgeber verlangte deshalb von der Fluglinie zusätzliche Reisekosten und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von insgesamt 338 Euro. Zurecht, wie der EuGH nun entschied.

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