Übernahme: RAG-Stiftung kauft Ingenieurs-Dienstleister Dorsch

Die RAG-Stiftung hat 70 Prozent der Anteile an der Dorsch-Gruppe gekauft. Mit der Übernahme des Ingenieursdienstleisters versucht die Kohle-Stiftung, ihre Abhängigkeit vom Tochterunternehmen Evonik zu reduzieren. Ab 2019 muss die Stiftung über ihre Beteiligungen genug einbringen, um die Abwicklung des Steinkohlebergbaus zu bezahlen.

Die Evonik-Muttergesellschaft RAG-Stiftung übernimmt einen weiteren Ingenieurdienstleister. Die Stiftung habe 70 Prozent der Anteile an der Dorsch-Gruppe gekauft, erklärte eine Sprecherin der Essener Stiftung am Donnerstag. Die Transaktion sei bereits abgeschlossen, über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Dorsch-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben über 2000 Mitarbeiter. Sie unterhält Niederlassungen in mehr als 40 Ländern. Erst im vergangenen Oktober war die RAG-Stiftung beim britischen Ingenieurdienstleister Pell Frischmann eingestiegen.

Die RAG-Stiftung versucht seit längerem, ihre Abhängigkeit vom Chemiekonzern Evonik zu reduzieren. Sie hält knapp 68 Prozent an dem MDax-Konzern, der zugleich ihr größter Gewinnbringer ist. Die Stiftung soll ab 2019 für die Folgekosten des auslaufenden deutschen Steinkohlebergbaus aufkommen. So soll verhindert werden, dass der Steuerzahler die Belastungen trägt. Die verbliebenen Steinkohlezechen sind unter dem Dach der Stiftung gebündelt.

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