Ratingagentur stuft Ölkonzerne BP, Total und Statoil herab

Der niedrige Ölpreis drückt auf die Bücher der Ölkonzerne. Die Schulden steigen, doch S&P zufolge werden keine entsprechenden Gegenmaßnahmen ergriffen. Deswegen senkte die Ratingagentur jetzt das Rating der Ölkonzerne. Das wiederum wird die Konzerne weiter unter finanziellen Druck setzen.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Bonitätsnoten für die drei Ölkonzerne BP, Total und Statoil heruntergestuft. Als Grund nannten die S&P-Experten am Montag anhaltend schwache Maßnahmen der Unternehmen, ihre Schulden in den Jahren 2015 bis 2017 zurückzuzahlen.

Die Ratings für die kurz- und die langfristigen Verbindlichkeiten von BP wurde gesenkt auf „A minus/A-2“ von zuvor „A/A-1“. Der Ausblick ist stabil.

Total wird nun mit „A plus/A-1″ bewertet nach bislang „AA-/A-1 plus“. Der Ausblick ist negativ, womit eine weitere Herabstufung droht.

Statoils neue Note ist „A plus/A-1“ mit stabilem Ausblick nach zuletzt „AA minus/A-1 plus“.

Mitte des Monats hatte die Ratingagentur bereits aufgrund des niedrigen Ölpreises die Bewertung für Saudi-Arabien gesenkt. Das Königreich werde nur noch mit A- bewertet, teilte die Agentur am Mittwoch mit. Damit senkte S&P die Note um zwei Stufen. Zuvor lag sie bei A+. Der Ausblick sei stabil.

Wegen der hohen Abhängigkeit des Landes vom Öl werde der Verfall der Preise für den Rohstoff deutliche und langanhaltende Auswirkungen auf die Wirtschaft Saudi-Arabiens haben, hieß es zur Begründung. Saudi-Arabien hatte sich mit den Förderländern Russland, Katar und Venezuela am Dienstag im Kampf gegen den Ölpreisverfall überraschend darauf verständigt, die Produktion auf dem Januar-Niveau einzufrieren.

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