Datenschutz-Mängel in Arztpraxen

Nicht in jeder Arztpraxis wird Diskretion groß geschrieben. Die Stiftung Warentest stellte bei einer Stichprobe in 15 von 30 Praxen Lücken beim Datenschutz fest. Oftmals wurden Patientendaten weitergegeben.

So gaben demnach zum Beispiel bei Anrufen Mitarbeiter medizinische Daten von anderen Patienten preis. Sensible Daten seien per E-Mail versandt worden.

Für die am Donnerstag vorab veröffentlichte Stichprobe hatten die Tester zu 30 Hausärzten Kontakt aufgenommen. In jeweils zehn Fällen kamen sie persönlich, riefen an oder schrieben E-Mails. Dabei stießen sie in der Hälfte der Fälle auf Datenlecks.

In drei von zehn besuchten Praxen konnten die Wartenden dem Test zufolge Intimes mithören. Dabei ging es etwa um eine Frau, die einen Platz im Pflegeheim brauchte. Am Telefon gaben acht der zehn Praxen Anrufern, die sich vorgeblich im Auftrag von Patienten meldeten, Auskunft, zum Beispiel über Laborwerte oder verordnete Arzneien. Nach E-Mail-Anfragen verschickten vier von zehn Praxen sensible Daten unverschlüsselt. Darunter war auch ein komplettes Laborblatt.

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  1. Felix sagt:

    Datenschutz ist wichtig, so auch die gängige Meinung, aber solbald die Leute von sich aus aktiv werden müssen, oder ihr verhalten ändern, habens sie auch schon verdrängt.