Chinas Börsen schließen tief im Minus

Chinas Börsen haben den Handel am Donnerstag tief im Minus beendet. Der Composite Index in Shanghai verlor 6,41 Prozent auf 2741 Punkte. Der Component Index in Shenzhen fiel um über sieben Prozent auf 9551 Punkte. Analysten machten für den Kurseinbruch den weiterhin fallenden Ölpreis sowie Gewinnmitnahmen chinesischer Anleger verantwortlich.

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zum Teil kräftig nachgegeben. Vor allem in China trennten sich die Investoren von ihren Papieren. Das war einerseits auf den wieder schwächeren Ölpreis zurückzuführen. Experten sprachen aber auch von Sorgen um die Konjunkturentwicklung. In Japan und Südkorea ging es dagegen mit den Kursen bergauf.

Investoren blickten nun auf das Treffen der Finanzminister und Notenbanker der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, das am Freitag in Singapur beginnt. „Der Internationale Währungsfonds hat vorgeschlagen, dass die Teilnehmer das G20-Treffen zu Diskussionen über ein gemeinsames Vorgehen nutzen, um eine Krise zu verhindern“, sagte Stefan Worrall von Credit Suisse in Tokio. „Ich denke, die Investoren schauen genau auf die G20 für Anzeichen einer koordinierten fiskalpolitischen Antwort.“

Der Index der chinesischen Leitbörse in Shanghai brach 6,4 Prozent ein, das Barometer für die wichtigsten Aktien in Shanghai und Shenzhen verlor 6,1 Prozent. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik ohne Japan sank um 0,5 Prozent. In Japan profitierte der Nikkei-Index dagegen vom zuletzt wieder schwächeren Yen, der Exporte verbilligte. Das Tokioter Börsenbarometer schloss 1,4 Prozent fester bei 16.140 Zählern. An der südkoreanischen Börse in Seoul ging es um 0,3 Prozent nach oben.

Bei den Einzelwerten zählten Sharp -Aktien zu den Verlierern mit einem Minus von mehr als 14 Prozent. Zuvor hatte die Zeitung Nikkei berichtet, dass der japanische Elektronik-Konzern die milliardenschwere Rettungsofferte des Apple-Zulieferers Foxconn aus Taiwan angenommen habe. Es ist der bislang größte Kauf eines japanischen Technologieunternehmens durch einen ausländischen Konzern.

Am Devisenmarkt kostete der Euro mit 1,1033 Dollar etwas mehr als am Dienstagabend in New York. Im Vergleich zur japanischen Währung notierte der Dollar wenig verändert bei 112,20 Yen.

 

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *