Angehende Handwerksmeister erhalten mehr staatliche Unterstützung

Angehende Meister und Fachkräfte sollen mehr Geld vom Staat bekommen. Der Bundestag beschloss am Freitag Verbesserungen beim Meister-Bafög. Der Bundesrat entscheidet am 18. März über die Änderungen. Im August soll das Gesetz in Kraft treten.

Rund 250 Millionen Euro würden in den kommenden vier Jahren zusätzlich für die Unterstützung der angehenden Meister zur Verfügung gestellt, erklärte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Die Bundesregierung setze damit ein starkes Zeichen für die Attraktivität der beruflichen Bildung.

Die Bundesregierung wolle Hemmschwellen abbauen, um mehr Menschen für die Aufstiegsfortbildung gewinnen, ergänzte Wanka. Lebensunterhalt und Fortbildungskosten müssten finanzierbar sein, wenn die angehenden Meister beispielsweise in der Ausbildung vorübergehend nur Teilzeit arbeiten könnten.

Unter anderem steigen künftig die maximalen Unterhaltsbeiträge kräftig an: Für Alleinstehende erhöhen sie sich von 697 Euro pro Monat auf 768 Euro pro Monat. Für Alleinerziehende steigen sie von 907 Euro auf 1003 Euro.

„“or allem durch die Anhebung des Zuschussanteils zu den Kosten der Fortbildung auf 40 Prozent wird die finanzielle Belastung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer beruflichen Aufstiegsfortbildung durch die heute beschlossene Novelle deutlich verringert“, erklärte Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion.

Auch die Union im Bundestag zog ein positives Fazit: „Mit dieser Novelle leisten wir einen entscheidenden Beitrag für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer (CDU).

Kommentare

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  1. cocooning sagt:

    Klingt wie ein Konjunkturprogramm für Handwerkskammern. Es würden bestimmt mehr Gesellen ihre Meisterprüfung machen, wenn sie nicht von ihrer zukünftigen Konkurrenz abgeprüft werden würden. Die HWO ist ohnehin völlig überreguliert.

  2. ohneworte sagt:

    genau, mal ordentlich fördern!

    anschliessend wird die ausbildungsplatzabgabe auf 3000,- erhöht, dann passt es wieder.

    beim foto fällt mir ein, dass man doch langsam eine helmpflicht für azubis einführen könnte. die helme könnten dann jährlich von speziell ausgebildeteten mitarbeitern der handwerkskammern über eine geringe prüfgebühr von 100,- überprüft werden

    damit die helme – aus sichersgründen – nicht zu lange getragen werden, könnte man alle 3 jahre die prüfnorm ändern