Laufen und funken für den Akku

Niedrige Akkulaufzeiten sind in Zeiten der ständigen Erreichbarkeit ein ärgerliches Hindernis. Ein neues Wifi-System und ein sportlicher Schuh können hier Abhilfe schaffen.

In Zeiten in denen die Einsatzmöglichkeiten von Smartphones immer größer werden, drücken kurze Akkulaufzeiten weiterhin die Stimmung. Forscher der katholischen University of Washington und der University of Wisconsin-Madison haben sich auf unterschiedlichem Wege diesem Problem genähert. Mit dem InStep NanoPower setzen die Wissenschaftler der University nicht nur auf die sofortige Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische. Mit dem so genannten Bubbler lässt sich die durch das Laufen gewonnene Energie auch erhöhen und im Schuh zwischenspeichern.

Das Verfahren hierfür nennen die Forscher Reverse Electrowetting. In der Sohle befinden sich zwei Platten und eine leitfähige Flüssigkeit. Die untere Platte hat winzige Löcher, durch die beim Laufen Gas mit Druck in dien Zwischenraum der Platten befördert wird. Dadurch bilden sich Blasen, die wiederum so groß werden, bis sie die obere Platte berühren und platzen. Dieser Prozess wiederholt sich so schnell, dass er die leitfähige Flüssigkeit in Bewegung setzt, wodurch die elektrische Energie erzeugt wird.

Rund zehn Watt erreicht der Schuh derzeit. Zehn Kilowatt pro Quadratmeter sind den Forschern zufolge machbar. Ein Smartphone kann bereits geladen bzw. eine LED-Lampe zum Leuchten gebracht werden. Derzeit funktioniert die Verbindung eines Smartphones mit dem Schuh allerdings nur über ein Kabel. An einer drahtlosen Energieübertragung wird gearbeitet. Mit UBeam konnte das Unternehmen bereits mit Ultraschall Handys laden. Aber auch mit Laser  oder per Induktion wird in Erwägung gezogen.

Bis dahin heißt es, Energie sparen. Das dachten sich auch Wissenschaftler der katholischen University of Washington. Sie haben eine Technik namens „Passive Wifi“ entwickelt. Damit sollen die Geräte, die mittels WLAN über einen Router miteinander verknüpft sind, entlastet werden. Denn vor allem die Erzeugung der Funkwelle zur Übertragung mittels WLAN benötigt viel Energie.

Stattdessen soll eine an das Stromnetz angeschlossene Elektronik ein Funksignal erzeugen, das in der ganzen Wohneinheit oder in einem Büro ein Funksignal erzeugt. Sensoren an den mobilen Geräten stellen dann den Kontakt her. Sie fangen beispielsweise die von der Elektronik gesendeten Funkwellen und empfangen so die Daten vom Router. Gleichzeitig können sie Informationen bzw. Daten vom mobilen Gerät an die Funkwellen heften.

Dadurch, dass die Geräte die Funkwelle nicht mehr selbst erzeugen müssen, wird Energie gespart und die Datenübertragung selbst erfolgt schneller. Den Wissenschaftlern zufolge sollen so jede Sekunde elf Megabit Datentransportiert werden können. Die Reichweite des Systems liegt derzeit bei rund 30 Metern.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *