Nachfrage nach deutschen Maschinen bricht ein

Ein massiver Rückgang bei den Bestellungen aus den Euro-Ländern hat den deutschen Maschinenbauern den Start ins Jahr 2016 verhagelt. Im Januar verringerte sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um real 12 Prozent.

Schwacher Jahresstart für die deutschen Maschinenbauer: Der Auftragseingang brach im Januar um zwölf Prozent ein, wie der Branchenverband VDMA am Mittwoch mitteilte. Aus Deutschland kamen acht Prozent weniger Bestellungen, die Aufträge aus dem Ausland fielen um 14 Prozent. „Auch wenn dieses Minus überzeichnet ist durch ein ungewöhnlich hohes Bestellvolumen im Vorjahresmonat – das ist sicherlich ein unbefriedigender Jahresauftakt“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Die Zugewinne der Vormonate wurden nahezu vollständig aufgezehrt. Im Drei-Monats-Zeitraum November bis Januar stiegen die Bestellungen nur noch um ein Prozent. Im Zeitraum November bis Januar verzeichnete die mittelständisch geprägte Schlüsselindustrie ein Plus bei den Aufträgen von 1 Prozent. Das Geschäft mit Russland ist 2015 um 27 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro gesunken. Wir akzeptieren selbstverständlich das Primat der Politik. Aber wir wünschen uns mehr Bemühungen seitens der Politik, die Sanktionen schrittweise wieder aufzuheben“, sagte der VDMA-Präsident.

Entsprechend fällt auch die Jahresprognose des VDMA. „Für China erwartet der VDMA in diesem Jahr jedoch einen Rückgang der Ausfuhren um 5 Prozent auf gut 16 Milliarden Euro“, heißt es in der Prognose des Branchenverbands. Dennoch biete das Land weiterhin große Chancen für den hiesigen Maschinenbau, der die steigenden chinesischen Anforderungen an Produktivität, Qualität und Ressourceneffizienz mit seinen Produkten und Lösungen bedienen kann.

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  1. Kulleraugen sagt:

    jetzt schnell TTIP damit der Rest noch Verhökert werden kann.