Österreich: Nur jede vierte Führungskraft im Mittelstand ist eine Frau

In Sachen Frauen in Führungspositionen hat der österreichische Mittelstand noch nicht zu den großen Konzernen aufgeschlossen. Zwei Drittel der Chefposten werden noch immer von Männern besetzt.

„In den Chefetagen im österreichischen Mittelstand geben immer noch eindeutig die Männer den Ton an“, sagt Elfriese Baumann von Ernst & Young zu den Ergebnissen des aktuellen Mittelstandsbarometers. Nur jede vierte Führungskraft ist weiblich, und dass obwohl jeder zweite Mittelständler einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Erfolg und einem hohen Frauenanteil sieht. In 86 Prozent der mittelständischen Betriebe setzt dennoch weiterhin auf Männer in den Chefetagen.

„Immerhin mehr als die Hälfte ist überzeugt, dass ein größerer Anteil von Frauen in Führungspositionen den Unternehmenserfolg tendenziell erhöht“, so Baumann. Am ehesten sind Frauen derzeit in den Führungsetagen der Dienstleistungsunternehmen zu finden. In die Industrie ist der Anteil mit 23 Prozent am niedrigsten.

Um den Frauenanteil zu erhöhen, setzen die entsprechenden Mittelständler vor allen auf die Schaffung flexibler Arbeitszeitmodelle. Tatsächlich aber sei das größte Problem der Mangel an weiblichen Fachkräften, so die Unternehmen. 37 Prozent der Unternehmen gab an, dass sie Schwierigkeiten bei der Suche nach weiblichen Führungspersonal hätten.

76 Prozent der Mittelständler betreiben keine Frauenförderung. Und so liegt der Frauenanteil unter den Führungskräften bei jedem dritten Unternehmen bei maximal 5 Prozent. „Je höher der Umsatz eines Unternehmens, desto eher führen Unternehmensverantwortliche diesen Erfolg auf Frauen in Führungspositionen zurück.“

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