Deutsche Industrie vermeldet sinkende Aufträge

Die deutsche Industrie muss sowohl im Inland als auch im außereuropäischen Ausland sinkende Aufträge hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Aufträge um 0,1 Prozent zurück. Im Jahresvergleich waren es sogar vier Prozent.

Die deutsche Industrie hat zu Jahresbeginn wegen der schwächelnden Nachfrage aus dem Inland etwas weniger Aufträge erhalten. Die Bestellungen schrumpften im Januar um 0,1 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag erklärte. Ökonomen hatten mit minus 0,3 Prozent gerechnet. Im Dezember gab es einen Rückgang von 0,2 Prozent, der damit den revidierten Angaben zufolge geringer ausfiel als zunächst gemeldet.

Ein besseres Ergebnis verhinderte die schrumpfende Nachfrage aus dem Inland: Die Aufträge aus Deutschland fielen um 1,6 Prozent. Die Auslandsnachfrage zog dagegen um 1,0 Prozent an, wofür allein die Euro-Zone sorgte. Aus diesen Ländern stiegen die Bestellungen sogar um 7,5 Prozent, während sie aus dem Rest der Welt um 2,7 Prozent sanken. „Die insgesamt durchaus rege Nachfrage aus dem Ausland ist Ausdruck der hohen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie auch in einem fragilen außenwirtschaftlichen Umfeld“, erklärte das Ministerium.

Schlecht lief es vor allem für die Produzenten von Vorleistungsgütern wie Chemikalien. Sie zogen 4,0 Prozent weniger Aufträge an Land. Die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen oder Fahrzeugen meldeten hingegen ein Plus von 1,7 Prozent, die von Konsumgütern sogar von 3,9 Prozent.

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