Deutschen Gründern fehlt das Kapital

Trotz des erfolgreichen Mittelstands in Deutschland, ist die Zahl der Gründer in Deutschland nicht besonders hoch. Die Angst vor dem Scheitern und der zu große Respekt vor der Bürokratie sind dafür genauso ausschlaggebend wie das fehlende Kapital.

Fast jeder zweite Deutsche hat schon einmal für sich in Betracht gezogen, ein Unternehmen zu gründen. Doch die Zahl derer, die diese Erwägung tatsächlich in die Tat umgesetzt haben, ist deutlich geringer. Nur etwa 22 Prozent der potentiellen Gründer haben sich wirklich selbstständig gemacht, wie eine Umfrage des Wirtschaftsverbandes Die jungen Unternehmer zeigt.

Bei den jungen Leuten zwischen 18 und 34 Jahren zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier gaben immerhin auch 43, 7 Prozent an, unternehmerisch tätig sein zu wollen. Umgesetzt haben allerdings lediglich zehn Prozent diesen Gedanken. „In unserem Land liegt viel Gründerpotential brach“, sagt Hubertus Porschen, Bundesvorsitzender von Die jungen Unternehmer. „Damit mehr Menschen den Mut finden, ins unternehmerische Risiko zu gehen, brauchen wir endlich eine bessere Politik für Gründer.“

Als Hauptgrund wird von den potentiellen Unternehmern die Schwierigkeit der Kaitalbeschaffung angeben. Mehr als die Hälfte der Befragten gab dies an. „Unsere Kreditinstitute sind nicht auf die Finanzierung von Start-ups eingestellt“, so Porschen. Kreditvergabe funktioniere noch immer wie im Zeitalter der Industrialisierung – nach materiellen Firmenwerten. Das zeigt auch ein Vergleich mit den USA. Die Venture Capital-Lücke zwischen den USA und Deutschland lag 2014 bei 7,1 Milliarden Euro.

Österreichs Start-ups kämpfen mit einer ähnlichen Problematik. Nur elf Start-ups gelang es im vergangenen Jahr, Investitionen von mindestens einer Million Euro einzusammeln, wie der Start-up-Report 2015 zeigte. 20 Jungunternehmen konnten zwischen 250.000 und 999.999 Euro an Finanzierung erreichen.

Die Tatsache, dass Kapital der größte Hindernisgrund für eine Unternehmensgründung ist, kommt nicht von ungefähr. Denn von den jungen Unternehmern geben immerhin auch 29 Prozent an, die Schwierigkeiten bei der Kaptalbeschaffung als besonders belastend zu erleben.

Kommentare

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  1. Josef Schreiber sagt:

    Es fehlt vor allem an Mut, weil keine Perspektiven außer Krieg! Kapital ist genug da zum Spottpreis!

  2. Wiwi sagt:

    Quatsch, die Leute haben mit recht Angst. Deutschland ist das Land der berechtigte deutschen Ängste, denn alles hat hier im Gegensatz zum angelsächsischen System negative Auswirkungen. Versuchen sie z. B. mal nach einer missglückten Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis zurückzukehren oder in eine öffentliche Krankenkasse zurück zu wechseln oder versuchen sie danach mal Hartz 4 zu beantragen. Sie werden ihr blaues Wunder erleben. Noch schlimmer wird es wenn sie noch Schulden aus der Selbstständigkeit mitbringen. Die Insolvenzerklärung dauert ewig und die 7 Jahre Wohlverhalten sind eher 10 und auch danach bleibt es schwierig. Wenn es etwas zu holen gibt stehen in Deutschland alle Öffentlichen Schlange um Ansprüche zu sichern, gerne im Voraus, scheitert man steht einem plötzlich keiner mehr zur Seite. Schau wo du bleibst – Verlierer Jeder sollte es sich daher gut und mehr als zweimal überlegen hier ein Unternehmen zu gründen. Aus diesem Grunde gründen Schlaue in GB Unternehmen als Limited.