Freispruch für ehemaligen Porsche-Chef Wiedeking

Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein früherer Finanzvorstand Holger Härter sind vom Vorwurf der Marktmanipulation freigesprochen worden. Im Urteil des Stuttgarter Landgerichts am Freitag ging es um die juristische Aufarbeitung der Übernahmeschlacht zwischen Porsche und Volkswagen 2008.

Das Landgericht Stuttgart hat Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking vom Vorwurf der Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Übernahmepoker um Volkswagen 2008 freigesprochen. Das sagte Richter Frank Maurer am Freitag in Stuttgart. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatten Wiedeking und der frühere Porsche -Finanzvorstand Holger Härter mit unrichtigen Äußerungen Anleger getäuscht und den Kurs der VW-Aktie manipuliert.

Die Ankläger hatten für Wiedeking zweieinhalb Jahre Haft und eine Million Euro Geldbuße gefordert. Für Härter war die geforderte Freiheitsstrafe etwas geringer. Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert.

Im Verlauf des Prozesses konnte kein Zeuge oder Gutachter die Vorwürfe der Ankläger wesentlich stützen. Dies hatte auch die Staatsanwaltschaft eingeräumt.

2008 war die entscheidende Phase bei Porsches VW-Übernahmeversuch, der letztlich schiefging. Heute ist der Sportwagenbauer Porsche AG eine VW-Tochter, die Porsche SE hält als reine Beteiligungsgesellschaft hingegen etwa 51 Prozent an Volkswagen. Wiedeking und Härter mussten 2009 ihre Chefposten räumen.

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