Deutsche Umwelthilfe kündigt eigene CO2-Messungen an

Ein halbes Jahr nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eigene Messungen der Autoabgase Stickoxid und Kohlendioxid im realen Fahrbetrieb auf der Straße angekündigt.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verweigere dem Parlament und der Öffentlichkeit seit sechs Monaten Auskunft über Straßenmesswerte von 56 Dieselfahrzeugen, kritisierte die Organisation am Montag. Dobrindt agiere als „eine Marionette der Autobosse“, weil er jegliche Transparenz verweigere.

Die DUH versuche seit Oktober, per Gerichtsbeschluss Auskunft über vorliegende Messwerte zu erhalten – bislang vergeblich, wie die Organisation erklärte.  Sie habe „umfangreiche Hinweise“ auf mögliche Abschalteinrichtungen zur Manipulation von Abgaswerten auch bei Modellen von Opel, Renault, Fiat, Mercedes und Smart an das Ministerium weitergeleitet und es aufgefordert, behördliche Nachmessungen vorzunehmen. Doch das Bundesverkehrsministerium habe seit Beginn des Abgasskandals alle Bitten um Gespräche abgelehnt.

Der Volkswagen-Konzern hatte am 22. September zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen mehrerer Marken eine Manipulations-Software eingesetzt wurde, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb zu niedrig auswies. Das Kraftfahrtbundesamt untersucht deshalb die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen diverser Hersteller. Die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen, hatte am Freitag ein Sprecher der Behörde AFP gesagt.

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