Nach Brüssel: Auswärtiges Amt richtet Krisenstab ein, Sicherheitsvorkehrungen verstärkt

Nach den Terroranschlägen in Brüssel hat das Auswärtige Amt in Berlin einen Krisenstab eingerichtet. Unklar war am Dienstag zunächst, ob auch Deutsche unter den Opfern sind. Ein Ministeriumssprecher sagte: „Die deutsche Botschaft in Brüssel bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche von den Explosionen betroffen sind.“

 

Zuvor schon hatte das Auswärtige Amt zu besonderer Vorsicht geraten. In einem Sicherheitshinweis heißt es: „Reisende in Brüssel werden dringend gebeten, sich in der Stadt nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen.“ Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Das Ministerium richtete auch eine Notfallnummer für Fragen ein: 030 / 5000-3000.

Wegen der Anschlagsserie in Brüssel hat Deutschland zudem die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen und Bahnhöfen verschärft. Auch die Kontrollen an den Grenzen zu Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg seien verstärkt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam. Die Ausstattung der Beamten an Flughäfen und Bahnhöfen angepasst worden, dazu gehörten etwa Schutzwesten und eine entsprechende Bewaffnung.

Die Deutsche Bahn hat inzwischen den Zugverkehr zwischen Aachen und der belgischen Hauptstadt eingestellt. Züge von Frankfurt über Köln nach Belgien endeten schon in Aachen, sagte ein Bahnsprecher am Dienstag. Das werde voraussichtlich den ganzen Tag so bleiben.

Nach den mutmaßlichen Anschlägen in Brüssel raten die Behörden, zur Kommunikation auf soziale Medien auszuweichen. „Rufen Sie nicht an. Nutzen sie Textnachrichten oder soziale Medien. Das Netzwerk wird überlastet“, teilte das nationale Krisenzentrum über Twitter mit. Ähnlich äußerte sich der für Telekommunikation zuständige Minister Alexander De Croo.

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