Verdi weitet Streiks bei Amazon im Ostergeschäft aus

Die Gewerkschaft Verdi rief die Amazon-Beschäftigten in fünf deutschen Standorten zu Streiks auf. Sie sollen bis zum Ende der Spätschicht am Oster-Samstag die Arbeit niederlegen. Die Mitarbeiter fordern eine Bezahlung nach Einzelhandels-Tarif.

Die Gewerkschaft Verdi erhöht im Tarifkonflikt mit Amazon mitten im wichtigen Ostergeschäft den Druck auf den US-Versandhändler. Die Beschäftigten der Amazon-Versandzentren Bad Hersfeld und Leipzig seien am Mittwoch in den Streik getreten, teilte Verdi mit. Zuvor hatten bereits Amazon-Mitarbeiter in Koblenz die Arbeit niedergelegt. Auch die Beschäftigten in den nordrhein-westfälischen Verteilzentren Rheinberg und Werne rief die Gewerkschaft zu Streiks auf. Ihr Ausstand soll von Donnerstag bis zum Ende der Spätschicht am Samstag andauern. Amazon zufolge beteiligten sich aber nur wenige Mitarbeiter an den Streiks. In Bad Hersfeld und Koblenz hätten weniger als 330 Beschäftigte der Frühschicht an den Protesten teilgenommen. Amazon beschäftigt rund 11.000 Menschen in Deutschland. Ostergeschenke würden die Kunden pünktlich erreichen, betonte die Sprecherin.

Die Gewerkschaft bekräftigte ihre Forderung, Amazon müsse den Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel anerkennen. Amazon wolle die Arbeitsbedingungen zulasten der Beschäftigten „willkürlich und einseitig diktieren“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Der Konzern dagegen nimmt die Vereinbarungen der Logistikbranche als Maßstab, in der weniger gezahlt wird.

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