Bei LBBW fallen hunderte Stellen wegen Filialschließungen weg

Die BW-Bank plant, in den nächsten vier Jahren voraussichtlich 380 Arbeitsplätze zu streichen. Wegen der geringeren Nachfrage nach persönlicher Beratung werde es an 25 Standorten nur noch Automaten geben. Bis 2020 soll es nur noch 130 Geschäftsstellen geben.

Die Ausdünnung des Filialnetzes kostet bei der LBBW-Tochter BW-Bank in den nächsten vier Jahren voraussichtlich 380 Arbeitsplätze. „Der Stellenabbau ist die logische und notwendige Konsequenz aus der Neuausrichtung“, sagte der stellvertretende Vorstandschef der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Michael Horn, am Mittwoch in Stuttgart. Seit der Übernahme der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank) 2005 betreibt die LBBW das gemeinsame Filialnetz unter deren Marke. Derzeit arbeiten in 168 Filialen rund 2000 Menschen, bis 2020 soll es nur noch 130 Geschäftsstellen geben. Die BW-Bank reagiert damit nach eigenen Angaben auf die geringere Nachfrage nach persönlicher Beratung. An 25 Standorten – vor allem im Raum Stuttgart – bleiben nur Automaten, wie die Bank im Dezember beschlossen hatte.

Der für das Privatkundengeschäft zuständige Horn zeigte sich zuversichtlich, den Abbau „auf sozialverträgliche Art und Weise“ zu bewerkstelligen. Die Bank setze auf natürliche Fluktuation, Versetzungen, Altersteilzeit und Abfindungen. Wie die Deutsche Bank und die HypoVereinsbank dünnen auch viele Sparkassen ihr Filialnetz aus, weil die Kunden immer mehr Routine-Geschäfte online abwickeln.

Die LBBW ist die einzige große Landesbank, die in ihrem Heimat-Bundesland ein eigenes flächendeckendes Filialnetz neben den Sparkassen betreibt. In Stuttgart erfüllt sie die Funktion einer Sparkasse, seit die dortige Landesgirokasse in der LBBW aufging.

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