Zukunft der insolventen Modefirma Steilmann noch offen

Die Zukunft der insolventen Modefirma Steilmann ist wohl noch offen, wie Reuters meldet. „Oberste Priorität hat derzeit, die operativen Geschäfte der Gruppengesellschaften zu stabilisieren“, teilte Insolvenzverwalter Frank Kebekus am Montag in Düsseldorf mit. Erste Maßnahmen seien eingeleitet worden. Gespräche mit...

Die Zukunft der insolventen Modefirma Steilmann ist wohl noch offen, wie Reuters meldet. „Oberste Priorität hat derzeit, die operativen Geschäfte der Gruppengesellschaften zu stabilisieren“, teilte Insolvenzverwalter Frank Kebekus am Montag in Düsseldorf mit. Erste Maßnahmen seien eingeleitet worden. Gespräche mit Handelskunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern würden nun zügig folgen. „Erst wenn dies gelungen ist, kann es darum gehen, Zukunftsoptionen für Steilmann auszuloten.“

Der Name Steilmann habe nach wie vor einen guten Ruf. „Dies wird sicherlich hilfreich bei unserem Bemühen sein, eine Zukunftsperspektive zu finden“, so Kebekus. Er betonte, von der Insolvenz betroffen seien ausschließlich die Obergesellschaft Steilmann und die zwölf Boecker-Modehäuser mit insgesamt knapp 440 Mitarbeitern. Nicht betroffen seien die Adler Modemärkte, an der Steilmann beteiligt ist. Die Gesellschaften der Gruppe führten ihre Geschäfte nach dem Insolvenzantrag der Obergesellschaft Steilmann SE zunächst weiter. Insgesamt beschäftigt Steilmann 8300 Mitarbeiter. Die meisten davon arbeiten bei Adler.

Steilmann hatte wegen Zahlungsunfähigkeit am Donnerstag Insolvenzantrag gestellt. Als Grund für die Misere nannte Steilmann-Sprecherin Reena Dennhardt anhaltend schwache Geschäfte. „Die Banken waren nicht mehr bereit zu finanzieren.“ Gespräche mit potenziellen Geldgebern seien erfolglos verlaufen.

Die Familie um Steilmann-Chef Michele Puller hatte den 1958 von Klaus Steilmann gegründeten Damenmoden-Hersteller in den vergangenen Jahren schrittweise von der Familie des Firmengründers übernommen. Zuvor hatte das Unternehmen 2006 kurz vor der Insolvenz gestanden. Zu dem Modehersteller, der sich auf die Altersgruppe der über 45-Jährigen konzentriert, gehören neben den Boecker-Modehäusern die Marken Steilmann, Apanage und Kapalua. 2014 setzte die Steilmann SE 900 Millionen Euro um, der Großteil davon entfiel auf Adler.

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