US-Industrie brechen Aufträge weg

Die US-Industrie ist im Februar in eine Auftragsflaute geraten. Die Bestellungen sanken um 1,7 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Minus in diesem Umfang gerechnet.

Im Januar hatte es bereits ein nach unten revidiertes Plus von 1,2 Prozent gegeben. Klammert man den schwankungsanfälligen Verkehrsbereich aus, sammelten die Betriebe im Februar 0,8 Prozent weniger Bestellungen ein.

„Die Zahlen liegen im Rahmen der Erwartungen, und so dürfte es nicht zu verstärkten Konjunktursorgen kommen“, sagt Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba. Zugleich seien die Daten nicht geeignet, Zinserhöhungsspekulationen zu schüren. Die Chefin der Notenbank (Fed), Janet Yellen, hatte jüngst betont, sie wolle bei der Straffung der Geldpolitik behutsam vorgehen. Sie hält seit der Zinswende im Dezember die Leitzinsen in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Viele Experten gehen davon aus, dass die Währungshüter bis Jahresende lediglich zwei kleine Erhöhungen beschließen werden. Das Fed-Führungsmitglied Eric Rosengren sagte nun allerdings, eine Erhöhung sei vielleicht eher angebracht, als es der Markt erwarte. Wer nur eine oder keine Anhebung in diesem Jahr auf dem Zettel habe, sei womöglich zu pessimistisch.

Die wegbrechenden Aufträge könnten auch für die deutschen Maschinenbauer bedeutend sein. Nachdem die Nachfrage nach deutschen Produkten in den Schwellenländern zurückgegangen ist, setzen viele deutsche Unternehmen verstärkt auf die USA. Drei von vier Unternehmen sind zuversichtlich, mehr Geschäfte jenseits des Atlantiks zu machen, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Branchenverbandes VDMA hervorgeht. Im vergangenen Jahr hatten die Vereinigten Staaten China als größtes Exportland für Maschinen «Made in Germany» vom ersten Platz verdrängt.

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  1. Kulleraugen sagt:

    die Hermes Bürgschaften haben gewahrnt es könnte sein das die nicht Bezahlen !