Familie Schaeffler verkauft Anteile am Autozulieferer-Konzern

Um seinen hohen Schuldenstand weiter zu reduzieren, verkauft der fränkische Wälzlagerspezialist Schaeffler fast 100 Millionen eigene Aktien. Dies entspreche gut 14 Prozent des Grundkapitals der Schaeffler AG

Die fränkische Milliardärsfamilie Schaeffler hat mit dem Verkauf von Aktien ihres gleichnamigen Autozuliefer-Konzerns über Nacht 1,24 Milliarden Euro eingenommen. Die 94,4 Millionen Vorzugspapiere seien zum Preis von je 13,10 Euro bei Investoren untergebracht worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. Der Preis liegt knapp sechs Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Montag.

Es handelt sich dabei um die Aktien, die Georg Schaeffler und seine Mutter schon vor sechs Monaten im Zuge des Börsengangs loswerden wollten. Die Emission war im Herbst wegen der schwankenden Börsen aber verkleinert worden. Nun nutzten sie die erste Gelegenheit, das Paket abzustoßen. Die Schaeffler-Aktie gab im frühen Handel um 7,2 Prozent nach.

Mit dem Erlös wollen die Schaefflers, die zu den reichsten Familien in Deutschland gezählt werden, ihren milliardenschweren Schuldenberg abbauen. Sie halten immer noch 75,1 Prozent an der Schaeffler AG. Im Streubesitz sind nur stimmrechtslose Vorzugsaktien.

„Der Verkauf umfasst sämtliche noch von der Schaeffler Verwaltungs GmbH gehaltenen Vorzugsaktien der Schaeffler AG“, teilte Schaeffler mit. „Diese Vorzugsaktien entsprechen 14,2% des Grundkapitals der Schaeffler AG. Zukünftig befinden sich damit alle stimmrechtslosen Vorzugsaktien (24,9% des Grundkapitals) in Streubesitz. Die Schaeffler Holding hält weiterhin indirekt alle Stammaktien der Schaeffler AG (75,1% des Grundkapitals).“

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