Panama-Papers: Hypo-Vorarlberg-Chef tritt zurück

Überraschend hat der Chef der Vorarlberger Hypo seinen Rücktritt erklärt. Seine Bank war im Zuge der Enthüllungen der Panama-Papers ins Visier der Behörden geraten. Sein Rücktritt sei jedoch kein Schuldeingeständnis, so Michael Grahammer.

Die Enthüllung der Panama-Papers hat in Österreich zu einem Rücktritt eines Bankchefs geführt. Der Chef der Hypo Landesbank Vorarlberg, Michael Grahammer, hat überraschend seinen Hut genommen, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Der Rückzug sei aber nicht als Schuldeingeständnis zu werten. „Ich bin nach wie vor zu 100 Prozent davon überzeugt, dass die Bank zu keiner Zeit Gesetze oder Sanktionen verletzt hat“, sagte Grahammer.

Die Entscheidung zum Rücktritt sei durch diverse Ereignisse und Entwicklungen im vergangenen Jahr herangereift. Ausschlaggebend sei nun aber die „mediale Vorverurteilung“ gewesen. „Die Mitarbeiter der Bank haben nicht verdient, in den Medien so dargestellt zu werden“, sagte Grahammer.

Die Hypo Vorarlberg war neben der Raiffeisen Bank International als zweite österreichische Bank im Zuge der Affäre um Briefkastenfirmen in Panama ins Visier der Behörden geraten. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) prüft, ob die Banken dien Regeln zur Verhinderung von Geldwäsche eingehalten haben.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *