Bericht: Bundesregierung will Glyphosat mit Einschränkungen erlauben

Im Streit um die Zukunft des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Europa gibt die Bundesregierung laut Bericht der SZ grünes Licht für eine Neuzulassung. Die Zeitung zitierte am Dienstag aus einem Schreiben des Landwirtschaftsministeriums an die EU-Kommission von Ende März.

„Mit seiner Zustimmung möchte Deutschland dazu beitragen, das Verfahren zur Wiedergenehmigung des Wirkstoffs Glyphosat (…) erfolgreich abzuschließen“, hieß es in dem Schreiben.

Das Papier sieht laut Bericht aber auf Druck des Umweltministeriums Einschränkungen vor. Deutschland sei „sehr offen“ für das Anliegen einiger Mitgliedstaaten, Glyphosat zur „Steuerung des Erntetermins“ auszuschließen, zitierte die Zeitung. Zudem wolle die Bundesregierung versuchen, eine Textpassage zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Genehmigungsverordnung zu verankern.

Die Zulassung des Pestizids läuft in der EU im Juni aus. Kritiker wollen Glyphosat verbieten, weil es laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung krebserregend sein kann. Die EU-Kommission dagegen sieht aufgrund von Empfehlungen der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde Efsa keinen Grund, Glyphosat in der EU vom Markt zu nehmen.

Eine Entscheidung des zuständigen EU-Fachausschusses zur weiteren Zulassung des Mittels war im März vertagt worden, da sich weder für eine Verlängerung noch für ein Verbot von Glyphosat eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten abzeichnete. Die Bundesregierung äußerte sich nicht zu ihrem Abstimmungsverhalten.

Glyphosat ist das deutschland- und weltweit am meisten verkaufte Pestizid und wird sowohl in der Landwirtschaft als auch in privaten Gärten sehr häufig verwendet. Etwa 40 Prozent der Ackerfläche wird in Deutschland mit glyphosathaltigen Pflanzengiften behandelt.

Kommentare

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  1. Oreus sagt:

    Glyphosat fördert neben Krebs auch den Autismus. Die heranwachsende Generation wird durch Spuren von Glyphosat immer dümmer.
    Noch ausreichend für die Arbeit, aber nicht ausreichend, um kompliziertere Zusammenhänge zu erkennen.
    Also genau den Menschentyp den die Finanzelite anstrebt.

  2. Rainer sagt:

    Das sind 40% zuviel. Gift in der Pflanze ist Gift in der Nahrung ist Gift im Mensch. Leider hat die Chemie Lobby wieder mal gesiegt. Geld und Gewinn geht hat immer vor der Gesundheit. Und die Krebsmittel müssen ja auch verkauft werden, da verdient dann wieder die Pharma Lobby. Nur ist leider ist das Gift halt in der Nahrungskette und das müssen dann auch die Reichen und die Politikdarsteller essen. Na dann mal weiter so und wieder tausende Tonnen von dem Gift jedes Jahr auf die Felder sprühen.Vielleicht siegt ja irgendwann mal die Vernunft unserer Volksvertreter, und der Mensch geht wieder vor Profit und Gewinn !