US-Unternehmen wollen mehr in Deutschland investieren

Trotz Kritik an hohen Energie- und Arbeitskosten wollen die meisten in Deutschland tätigen US-Unternehmen in Zukunft mehr Geld investieren. Gut jede zweite Firma wolle ihre hiesigen Aktivitäten in den kommenden drei bis vier Jahren ausbauen, so die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham).

„Das Geschäft blüht“, sagte AmCham-Präsident Bernhard Mattes. „Der gute Ruf Deutschlands unter den US-Unternehmen sollte allerdings nicht unseren Blick für die Bereiche trüben, in denen Handlungsbedarf besteht.“ So äußerten sich 59 Prozent unzufrieden über hohe Energiekosten.

37 Prozent beklagten die Arbeitskosten, die in Europa als eine der höchsten gelten. Jede vierte Firma erwartet, dass sich die hiesigen Rahmenbedingungen verschlechtern. „Die politischen Entscheidungsträger müssen nun handeln“, forderte Mattes.

Zumindest kurzfristig gehen die Betriebe davon aus, dass die Geschäfte weiter gut laufen: 81 Prozent erwarten in diesem Jahr ein Umsatzplus. Die 48 Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligten, stehen den Angaben zufolge mit rund 230.000 Mitarbeitern für einen Jahresumsatz von 90 Milliarden Euro.

Als Chancen sehen die US-Unternehmen den digitalen Umbau der Wirtschaft. „Einige Jobs werden sicherlich entfallen, aber neue werden in gleichem Maße geschaffen“, sagte Mattes. Um die deutsche Arbeitswelt fit für die Zukunft zu machen, plädiert er für eine bessere Förderung von Gründertum und für vereinfachte von Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *