Chinas Wirtschaftswachstum schwächt sich weiter ab

Die chinesische Wirtschaft wächst so langsam wie seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Anfang 2009 nicht mehr. Die kommunistische Regierung in Peking peilt für 2016 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes zwischen 6,5 und 7,0 Prozent an.

Das Wirtschaftswachstum in China hat sich zu Jahresbeginn verlangsamt. Im ersten Quartal von Januar bis März legte das Bruttoinlandsprodukt der Volksrepublik um 6,7 Prozent zu, wie die chinesische Statistikbehörde am Freitag mitteilte. Im Gesamtjahr 2015 war die Wirtschaft des Landes um 6,9 Prozent gewachsen und damit so wenig wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

Das schwache Wachstum der chinesischen Wirtschaft sorgt seit längerem für Beunruhigung. Allerdings gab es zuletzt auch wieder Zeichen der Stabilisierung. So legte im März nach neuen Zahlen vom Freitag die Industrieproduktion wieder kräftiger zu. Die Kauflust der Verbraucher stieg. Auch bei den Exporten verzeichnete die Volksrepublik im März nach einer monatelangen Durststrecke erstmals wieder einen Anstieg.

Chinas Staatsführung richtet die Wirtschaft des Landes derzeit neu aus – weg vom Export, von Schwerindustrie und schuldenfinanzierten Investitionen hin zu einer stärkeren Binnennachfrage, zu Innovationen und Dienstleistungen. Dafür nimmt sie auch geringeres Wachstum in Kauf. Für 2016 strebt die chinesische Führung ein Wirtschaftswachstum von 6,5 bis sieben Prozent an.

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