Schweizer KMU setzen auf Deutschland

Jedes zweite Schweizer Unternehmen geht davon aus, dass die Exporte nach Deutschland auch noch in den kommenden vier Jahren wachsen werden. Deutschland ist weiterhin der wichtigste Absatzmarkt, auch wenn viele Mittelständler weiter über hohe bürokratische Hürden klagen.

Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz sind weiterhin stark. Für die Schweizer Mittelständler ist Deutschland aufgrund seines BIP-Wachstums von erwarteten 1,5 Prozent in diesem Jahr sehr attraktiv, wie das KMU-Exportbarometer der Credit Suisse zeigt. 50,9 Prozent der Schweizer Mittelständler rechnen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Ausgangssituation damit, dass ihre Exporte nach Deutschland gemessen an den Gesamtexporten sogar bis 2020 noch ansteigen werden. Immerhin 40 Prozent erwarten eine gleichbleibende Ausfuhrquote.

Probleme beim Handel mit Deutschland bereiten den Unternehmen aber weiterhin der starke Franken und „administrative Hürden“. Innovationen, besseres Marketing und schlauerer Vertrieb sollen den Negativeffekten dieser Umstände entgegenwirken. Die positive Sicht auf den Exportpartner Deutschland spiegelt sich auch in der Gesamtstimmung des Schweizer Mittelstands wider. Mit einem Stand von 56 Punkten zu Beginn des zweiten Quartals ist die KMU-Exportstimmung so hoch wie seit der Aufhebung des Mindestkurses nicht mehr (Januar 2015).

Insgesamt rechnet jeder dritte Mittelständler für das nächste Quartal mit einem Exportzuwachs. Neben Deutschland, den USA und Asien schauen entsprechend viele Unternehmen auch zaghaft in den Iran. Hier allerdings gibt es vor allem noch Hindernisse im Handel, da die Schweizer Finanzinstitute mit der Etablierung von Bankverbindungen in den Iran zögern.

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