Fünf Prozent der Einfuhren in EU sind gefälschte Markenwaren

Weltweit werden jährlich gefälschte Markenwaren im Wert von umgerechnet knapp 340 Milliarden Euro gehandelt. Der Handel mit nachgeahmten und unerlaubt hergestellten Waren mache damit 2,5 Prozent des gesamten Welthandels aus.

Bei fünf Prozent der Einfuhren in die EU handelt es sich demnach um gefälschte Waren.

Gefälscht werden eine Reihe von Produkten: Luxusartikel, Konsumgüter, Medikamente, Spielzeug oder gar Maschinen. Als Hersteller von Nachahmungen und Transitzonen spielten vor allem „aufstrebende Volkswirtschaften“ eine bedeutende Rolle, hieß es in dem Bericht von OECD und EUIPO. Die meisten Warenfälschungen stammen demnach aus China. Auch aus politisch instabilen Ländern wie Syrien und Afghanistan verschicken demnach Produktpiraten Ware.

Am häufigsten werden Patente und Marken aus den USA, aus Italien, Frankreich und der Schweiz verletzt. Acht Prozent der Imitate verletzen geistiges Eigentum aus Deutschland, wie aus dem Bericht weiter hervorging.

Die Berechnungen von OECD und EUIPO beruhen auf Daten des Zolls aus den Jahren 2011 bis 2013. Hersteller von Fälschungen nutzen demnach zunehmend kleine Pakete, um inmitten der Flut an Paketen von Internetbestellungen unentdeckt zu bleiben.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *