Mecklenburg-Vorpommern: Windkraft-Betreiber müssen Bürger beteiligen

Mecklenburg-Vorpommern müssen Betreiber von Windkraftanlagen künftig Einwohner und Gemeinden in der Nähe der Windräder an ihrem Unternehmen beteiligen.

Der Schweriner Landtag verabschiedete am Mittwoch ein Bürgerbeteiligungsgesetz, wonach 20 Prozent der Geschäftsanteile den Kommunen und den Anwohnern angeboten werden müssen, die sich in einem Umkreis von fünf Kilometern um die Anlage befinden.

Die Koalition aus SPD und CDU hofft, mit dem Gesetz die Zustimmung zu neuen Windparks in der Bevölkerung zu erhöhen. Die angebotenen Firmenanteile dürfen nicht mehr als 500 Euro kosten. Neben Unternehmensanteilen sollen Anwohner und Gemeinden auch durch ermäßigte Strompreise, Ausgleichsabgaben oder Spareinlagen von den Gewinnen der Windanlagen profitieren können.

Ein ähnliches Beteiligungsgesetz gibt es nach Angaben der Landesregierung bereits in Dänemark. Die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommerns hatte das Gesetz im Vorfeld kritisiert, da es potenzielle Investoren abschrecken könne und viel zu bürokratisch sei.

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