Gute Konjunktur beflügelt Steuereinnahmen

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern bekommen weiter kräftigen Rückenwind von der guten Konjunktur. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums vom Donnerstag nahm der Fiskus im März mit 62 Milliarden Euro 7,1 Prozent mehr ein als ein Jahr zuvor.

Die gute Konjunktur in Deutschland spült Bund und Ländern mehr Geld in die Kassen. Wie das Bundesfinanzministerium am Donnerstag mitteilte, stiegen die Steuereinnahmen im März auf gut 62 Milliarden Euro – ein Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Damit entwickeln sich die Steuereinnahmen – insbesondere die gewinnabhängigen Steuern und die Steuern vom Umsatz – im Einklang mit der stabilen gesamtwirtschaftlichen Aufwärtsbewegung“, heißt es im Monatsbericht des Ministeriums.

Der kräftige Anstieg war den Angaben zufolge insbesondere durch die veranlagte Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer sowie die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag getragen. Aber auch die Lohnsteuer und die Umsatzsteuern hätten Zuwächse verzeichnet. Erneut deutliche Rückgänge zeigten sich demnach bei der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungsgewinne. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg das Steueraufkommen um insgesamt 5,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2015.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte am Mittwoch die neue Konjunkturprognose der Regierung vorgestellt. Demnach soll das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,7 Prozent und im nächsten Jahr um 1,5 Prozent steigen.

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  1. Mazi sagt:

    Ein ordentlicher Kaufmann bildet für drohende Ausgaben Rückstellungen!

    Der Bund schaut auf eine große Anzahl von künftigen Pensionsempfängern, aber bildet er auch sogenannte Drohrückstellungen für seine künftigen Pensionszahlungen an seine Pensionsempfänger und wirkt sich die Anhebung der Altersgrenze auf diese Gruppe aus?

    Es wäre doch interessant von unserem Bundesfinanzminister diese Zahl und die Antwort auf die Frage, ob die Regierung sich wie ein ordentlicher Kaufmann verhält, einmal konkret zu erfahren.

    Wenn er die Verpflichtung bekannt gibt, so muss man davon ausgehen, dass er dies in einer einzigen Zahl bekannt macht. In dieser einzigen Zahl sind dann die Verpflichtungen von morgen ebenso enthalten wie die Verpflichtung in 50 Jahren.

    Konkret:
    Die Zahl sagt gar nichts aus. Es wäre nichts anderes als wenn der Bauer die aufsummierten Kornerträge eines Feldes innerhalb von 50 Jahren bekannt geben würde.

    Und trotzdem macht es der Kaufmann – und das ist richtig so!

    Der Kaufmann addiert die Barwerte.

    Die Verpflichtung von 1.000 € morgen und die Verpflichtung von 1.000 € in 10 Jahren werden mit ihrem Barwert addiert. Die Frage ist also, wieviel Geld müßsste er heute bei der Bank anlegen, damit er in 10 Jahren die 1.000 € zahlen könnte. Diese Frage beantwortet der Barwert.

    Das ist das Prinzip. Jetzt werden Sie entgegenhalten, dass bei einem Zins von 0 % das eine einfache Rechnung ist. Der Kaufmann müsste heute 1.000 € bei der Bank anlegen, damit er in 10 Jahren die 1.000 € zahlen kann.

    Das war nicht immer so. Es gab Zeiten, da durfte der Kaufmann, letztlich wir mit bis zu 10 % Zinsen pro Jahr rechnen. Folglich brauchte er in dieser Zeit keine 1.000 € anzulegen, um in 10 Jahren über 1.000 € zu verfügen.

    Auf diesen Punkt möchte ich hinaus.

    Wenn die Zinsen sinken, heute bis auf 0 %, dann steigen die Barwerte – bis zum Nominalwert, also die 1.000 €.

    Das ist die Situation heute.

    Jetzt komme ich zum Ausgangspunkt meiner Frage!
    Wenn die Pensionsverpflichtungen des Bundes in Form von Rückstellungen gebildet worden wären und die Zinsen von der EZB gegen oder auf Null gesetzt werden, dann steigen die Barwerte dieser Verpflichtungen drastisch an.

    Es wäre also interssant zu erfahren
    1. wie hoch sind diese Verpflichtungen
    a) nominal
    b) als Barwert
    2. wie haben sich diese Werte in den letzten 10 Jahren verändert
    3. wie ist das Finanzmanagement dieser Verpflichtung organisiert?

    Wie sehen diese Zahlen dann wirklich aus und wie verändern sich diese, wenn die Altersgrenze für diese Pensionsempfänger (Beamte und Politiker) auf 70 Jahre angehoben wird?