Fiat Chrysler ruft weltweit Autos zurück

Der italienische Konzern Fiat Chrysler ruft über eine Million Autos zurück. Besonders die USA sind betroffen. Der Grund ist offenbar eine defekte Automatikschaltung, wodurch es bereits zu einigen Unfällen kam.

Fiat Chrysler ruft weltweit mehr als 1,1 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Die Wagen könnten wegrollen, nachdem sie zum Parken abgestellt worden seien, teilte das italienisch-amerikanische Unternehmen am Freitag mit. Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA erklärte, es habe bereits 314 Beschwerden gegeben. Weil sich Autos nach dem Aussteigen des Fahrers in Bewegung gesetzt hätten, sei es zu 121 Unfällen gekommen.

Insgesamt seien 41 Menschen verletzt worden, teilte Fiat mit. In allen Fällen hätten die Fahrer irrtümlich angenommen, den Schalthebel auf Parken gestellt zu haben. Betroffen vom Rückruf sind mehr als 800.000 Autos in den USA und annähernd 250.000 außerhalb Nordamerikas.

Das ist bereits der zweite Rückschlag für CEO Sergio Marchionne. Denn Ford-Chef Mark Fields hat kein Interesse an einer Fusion mit dem US-Rivalen Fiat Chrysler. Dies sagte er am Samstag im Vorfeld der Automesse in Peking. Nachdem Fiat Chrysler-Chef Marchionne mit seinem Annäherungsversuch bei General Motors vergangenes Jahr abgeblitzt ist, hat er als verbliebene denkbare Fusionskandidaten vergangene Woche Ford, Volkswagen und Toyota genannt.

Marchionne ist bekannt dafür, Fusionen in der Branche zu fordern. Seiner Meinung nach können die Konzerne die notwendigen Milliardeninvestitionen etwa für umweltfreundlichere oder selbstfahrende Autos nicht allein stemmen.

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