Österreich droht Wasserknappheit

Laut einer Studie zwingt der Klimawandel Österreich, die Wasserversorgung für die nächsten Jahre zu überdenken. Ein weiterer Faktor ist der vermehrt luxuriöse Lebenswandel von Privatpersonen in Form von Swimmingpools.

Österreich kämpft zunehmend mit einer Ressourcenverknappung. Nach der Diskussion über schwindende Agrarflächen, folgt nun der Ruf nach einem verbesserten Wasserkonzept für das Land. „Extreme Wetterlagen, demografische Veränderungen, zunehmende Spitzenverbräuche im privaten Bereich und steigende Nutzungskonflikte durch landwirtschaftliche Nutzungen können in Österreich in den kommenden Jahren zu Wasserversorgungsengpässen führen“, heißt es in der Studie „Wasserversorgung im Jahr 2015 – Erfahrungen und Ausblick“ der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW).

Um die Versorgungssicherheit zu garantieren, müsste an regionalen Wasserversorgungsplänen gearbeitet werden. Seit Mitte der 1980er-Jahre kann demnach ein deutlicher Anstieg der jährlichen Sonnenscheindauer beobachtet werden.“ In aktuellen Klimawandelstudien wird davon ausgegangen, dass die heißen und trockenen Sommer der Jahre 2003, 2013 und 2015 in einigen Regionen Österreichs zukünftig die Regel werden“, so Studienautor Roman Neunteufel vom Institut für Siedlungswasserbau, Industriewirtschaft und Gewässerschutz der BOKU Wien. In den kommenden 34 Jahren könnte es sogar zu einer Verdoppelung der Hitzetage kommen.

Tatsächlich ist der Bedarf an Wasser nicht nur hinsichtlich der gewerblichen Nutzung angestiegen, sondern auch im privaten Bereich. Vor allem Bewässerungsanlagen und Swimmingpools im privaten Garten sind hier zu nennen. Angesichts zunehmender Hitzetage müsste gerade diese private Nutzung auch in die Planungen der Wasserversorger mit aufgenommen werden, so die Studie, die auch vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mitfinanziert wurde.

Kommentare

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  1. lucki sagt:

    Vorbereitungen für staatliches Raubrittertum jetzt auch beim Wasser ?
    Ein Land mit einem der größten Flüsse Europas leidet durch private Swimmingpools an Wasserknappheit ?
    Wer kam denn auf diesen schmalen Grat ?

    • Ernest sagt:

      Wasser ist nicht gleich Wasser. Ich denke es geht hier um Trinkwasser, das wiederum aus Grundwasser stammt. Und die Leute verwenden nun mal für ihre Swimmingpools und Gartenbewässerung kein Wasser aus dem Bach oder Fluß sondern Trinkwasser.